00.12.1862 https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10498396_00365_u001/11?cq=maxen Ein glücklich
durchgeführtes deutsches national-Unternehmen. Sieht man ein großes Werk an seinem
Abschlusse anglangt, so wirft man wohl gern noch einmal einen prüfenden Blick
auf Veranlassung, Fortgang und Ausführung desselben. Dies dürfte vorzugsweise
der Fall sein bei einem Unternehmen, welches Schiller* ,
des hochgefeierten Dichters deutscher Nation, Namen an siner Spitze trägt und
dessen Gelingen bei seinem Beginn so vielfach angzweifelt ward. Wir meinen die
"Allgemeine deutsche Nationallotterie", sogenannte Schiller* lotterie,
welche auf Anlaß von Schillers* hunderjähriger
Geburtsfeier zum Besten der Schiller* - und Tiedge* stiftung gegründet worden, deren beider Zweck
ist: Würdige, aber hülfsbedürftige Dichter,
Schriftsteller und Künstler im Gebiete der Malerie, Musik-, Kupferstecher-,
Bildhauer-Kunst und Architektur), sowie deren hinterlassene Wittwen und Waisen
rechtzeitig, d.h. noch bei Lebzeiten, durch angemessene Unterstützungen zu
ehren. Ein hochherziger, für alles Schöne und Edle
begeisterter Mann, der Major Serre auf Maxen, faßte die glückliche Idee, durch
Begründung der Schiller* lotterie dem Andenken Schillers* ein Monument dauernder als Erz zu
errichten, indem er die schönen Zwecke der Schiller* -
und der Tiedge* stiftung in einer
Weise und mit einem Male so förderte, wie es den betreffenden Vereinen, wenn
überhaupt, doch kaum selbst in einem sehr langen Zeitraum möglich gewesen sein
würde. Zur Erreichung diesen hohen Zweckes
bedurfte es der Betheilung der ganzen Nation, zur Ausführung der einzelnen
Maßregeln der opferwilligen, uneigennützigen und unermüdlichen Mitwirkung
gleichbegeisterter Männer. Letztere wurden gesucht zunächst in der Mitte der
Dresdner Schiller* stiftung; sie wurden aber, nachdem der Comité
dieser Stiftung seine Mitwirkung wiederholt versagt, gefunden durch Begründung eines
Hauptvereins der Allgemeinen Deutschen Nationallotterie", welchen außer dem
Major Serre, dem die Geschäftsführung speciell anvertraut blieb, folgende
Männer bildeten: Dr. V. Wietersheim* , Königlicher
Staatsminister a.D. Pfotenhauer* , Oberbürgermeister, Dr. Hertel* ,
Bürgermeister Dr. Arnest* ,
Stadverordneten-Vorsteher, Banquier Löße* ,
Hofrath Dr. Ziegler* , sämmtlich in
Dresden, ferner Oberst v. Bielfeld* zu Altenburg
und Graf Hohenthal-Döbernitz* . Die Betheiligung des deutschen Volkes
suchte Major Serre, ermuthigt durch die allgemeine Begeisterung, welche sich
beim herannnahen der hundertjährigen Geburtsfeier Schillers*
kundgab, durch mehrere im Juni und September 1859 erlassene Aufrufe zu gwinnen,
in welchen er zu sachförderlicher Mitwirkung, Beisteuer von Gaben aller Art für
die Lotterie, sowie zur Entnahme von Loosen zu derselben aufforderte. Da über den weiteren Plan des Unternehmens,
z.B. über die Anschaffung der Gewinne, über die Herstellung des riesigen
Gewinn-Gegenstands-Verzeichnisses (4 Exemplare à 22 Foliobände), zusammen 88
Foliobände), über den sinnreichen Ziehungs-Modus, über die Anfertigung einer
durchaus vollständigen Gewinn-Liste, welche nur 17 Quartbogen à 8 Seiten
enthielt, über die Veranstaltung einer Ausstellung der Gewinne, sowie über
Weiteres, die bekannte bereits in sechster Auflage erschienene Schrift "Die Schiller* lotterie, von Alexander Ziegler* " (Dresden, R. Höckner, 1862. Preis ½ Thlr.)
vollständigen Aufschluß giebt, so wird es genügen, hier af dieselbe zu
verweisen. Als die Aufstellung am 1. October 1860
geschlossen war, hatten bereits 660.000 Loose Abnahme gefunden, und es mußte,
sollte das Unternehmen dem Hauptvereine nicht über den Kopf wachsen und die
Ziehung selbst nicht weit über die festgesetzte Zeit hinaus verschoben werden,
der Betheiligung eine Grenze gezogen werden. Man mußte deshalb nicht weniger als 135.000
bereits eingesandte Thaler zurückschicken. Wie richtig hatte doch Major Serre
die Verhältnisse beurtheilt, wie praktisch dasjenige reale Mittel
herausgefunden, welches der Verwirklichung des Ideals am schnellsten und
sichersten entgegenführen konnte! Die Ziegler* sche
Schrift hat schon in sehr interessanter Vergleichung gezeigt, welch’
riesenhafte Dimensionen diese Sachen-Lotterie angenommen hatte, und es sei hier
noch beispielweise erwähnt, daß die abgesetzten 660.000 Loose aufeinandergelegt
nahezu die Höhe der Pyramiden oder siche die Höhe des Kreuzthurmes in Dresden
erreichen und neben einander gefügt einen Weg wie etwa von Dresden nach Leipzig
bedecken würden. Das Gewicht der 660.000 Loose beträgt 4 Centner 83 Pfund. Die
Anzahl der an das Bureau eingegangen und beantworteten Briefe mach sich
annähernd af 60-70.000 belaufen. Außer nach Sachsen, Preußen (232.000), Baiern
(29.500), Württemberg (26.100), den freien Städten (18.400), Hannover (16.400)
u.s.w. sind auch Loose nach Ungarn, Galizien, Polen, Griechenland, Rußland, der
Türkei, Aegypten, Amerika u.s.w. abgesetzt worden. Der vom Publicum vielfach und dringlich
unterstützte Wunsch, den festgesetzten Ziehungstermin einzuhalten, dann aber
auch der Umstand, daß trotz des ausgesetzten Preises von 200 Ducaten, der sogar
noch bedeutend erhöht werden sollte, ein der Tendez entsprechendes "Volksbuch"
oder ein "Roman" nicht erlangt werden konnte, waren mit Veranlassung, daß eine
größere Anzahl von literarischen und Kunstgegenständen angefertigt werden
mußte, welche als sogen. Nietengeweinne, gegenüber den andern "Sachgewinnen",
nicht allseitigen Beifall fanden. Sie waren aber sämmtlich unter Beirath und
Zuziehung Sachverständiger entstanden und hatten mindestens einen Thaler
Kaufpreiswerth. Dahin gehören insbesondere die Holzschnitte "ein immerwährender
Wandkalender" und "zwei Apotheosen". Darauf hatte man wohl gerechnet, daß die
Interessenten nicht fordern würden, jeden Gewinn solle einen Thaler
Verkaufwerth haben In Anbetracht, daß der edle Zweck des
Unternehmens nicht auf Gewinnsucht, sondern auf die Begeisterung des Volkes
begründet worden, daß von den uneigennützigen Leitern der Lotterie über 300.000
Gewinngegenstände beschafft worden waren die doch wenigstens 1½-2 Thaler
Kaufpreiswerth haben, daß nur die rechtzeitige Herstellung von Holzstichen eben
noch möglich war, wenn die allseitig gewünschte Ziehung nicht um ein halbes
Jahr hinausgeschoben werden sollte, und daß jedes Loos die Chance gehabt hat,
einen ansehlichen Gewinn zu erhalten, werden bei dem Abschluß des
National-Unternehmens sich diejenigen beruhigen, denen das grausam schäkernde
Schicksal nicht den gewünschten Gewinn in den Schooß geworfen haben sollte. Mancher, selbst harter Anfechtungen
ungeachtet, ließ sich Major Serre in dem, was er sich einmal zur Lebensaufgabe
gemacht, nicht beirren. Die Abwickelung des Geschäfts nahm ihren Fortgang, in
dem verhältnißmäßig kurzen Zeitraume von sechs Monaten war auch das Ausgeben,
die Verpackung und Versendung der Gewinne beendigt. Und nachdem der wegen zurückgebliebener,
nicht abgeholter Gewinne gestellte Termin verflossen und die deshalb
getroffenen Anordnungen ausgeführt waren (diese Gewinne, natürlich meist
Nietengewinne, sollen zum Besten einer Stiftung verwendet werden), sah der
Dresdner Hauptverein, sah Serre mit festen Vertrauen auf die Begeisterung und
Opferweilligkeit des deutschen Volkes begonnen Werk, wenn auch demselben nur
etwa 3000 Geschenke von über einen Thaler Werth, ausschließlich der Bücher zu
Theil geworden, in einer Weise mit Erfolg gekrönt, welche seine kühnsten
Erwartungen weit überstieg. Denn es blieb nach Abzug aller Unkosten dieses
außerordentlichen Unternehmens für den Hauptzweck die runde Summe von nahezu
einer halben Million Thaler übrig. Wie der Major Serre, der, seiner hohen
Jahre nicht achtend, den Rest seiner Tage daran setzte, um zwei nationale
Stiftungen lebenskräftig und groß zu machen, und mit einer bewunderungswürdigen
enthusiastischen, organisationsfähigen und dabei zähen, harthörig durch alles
Geschrei und die sich widersprechenden Vor- und Rathschläge
hindurchschreitenden Natur unverrückt auf das Ziel losgegangen ist, so werden
auch seine Mitarbeiter im Hauptvereine, insbesondere Herr Bürgermeister, Dr. Hertel*
und Herr Hofrath Dr. Alexander Ziegler* aus
Ruhla, durch das erhebende Bewußtsein, etwas wahrhaft Gutes und Nationales
gethan zu haben, sich hinlänglich belohnt und geschützt finden gegen alle
Anfeindungen und Vedächtigungen, welche bei einem so gewagten Werke, leider
nicht ausbleiben konnten. Da wir die Bildnisse dieser drei eigentlichen Leiter
und Factoren der Lotterie geben (Zieglers* Portrait wird
später erscheinen), so dürften einige kurze biographische Notizen dazu hier am
Orte sein. Major Serre, geboren in Bromberg im Jahre
1789, besuchte die Schule in Danzig, studirte die Rechtswissenschaft in
Frankfurt a.O. und war drei Jahre lan Referendarius beim Oberlandsgericht in
Glogau. Beim Ausbruch des Freiheitskireges trat Serre 1812 als freiwilliger
Jäger in das zweite Garde-Regiment und kämpfte die Schacht bei Groß-Görchen
mit. Später wurde er als Hauptmann dem Militär-Gouverneur von Sachsen, General
v. Gaudy in Dresden, beigegeben, wo er seine jetzige hochgebildete Gattin
kennen lernte, seinen Abschied als Major nahm und seit jener Zeit in Dresden
geblieben ist. Es ist hinlänglich bekannt, daß Major Serre stets ein Wohlthäter
der Armen, sowie fortwährend ein Gönner und Förderer der Kunst und
gemeinnütziger Bestrebungen gewesen, und daß er auf seinem Belriguardo, genannt
Maxen, schon manchen aufstrebenden Talent als ein Alphons der Zweite in
verjüngtem Maßstabe erschienen ist. Serre ist vor Allem auch als der Begründer
der Waisencolonien in und um Maxen zu bezeichnen, welche bezwecken, die
Waisenkinder der Familie und dem gesunden Landleben zuzuführen und durch
Verminderung der Waisenhäuser der Stadt eine große Ersparniß zuzuwenden. Wie
wir aus guter Quelle vernehmen, sind bereits an 1000 dieser Waisenkinder seit
etwa 25 Jahren dort untergebracht worden. Bürgermeister Dr. Hertel* ,
geb. 1807 zu Nemt bei Wurzen, früher Sachwalter, seit 1837 Mitglied des
Stadtrathes in Dresden und seit 1851 Mitglied der zweiten Kammer, hat trotz
seiner vielen Geschäfte Zeit zu finden gewußt, Serre mit Rath und That , mit
Liebe und Opferfreudigkeit, mit Geschäfts- und rechtskundiger Umsicht
unausgesetzt zu unterstützen. Hertel* , der von den sächsischen Landtagen her als
Referent in Finanzangelegenheiten bekannt und ein ausgezeichneter Finanzmann
ist, hat sich insbesondere um das Rechnugs- und Cassenwesen, sowie um die
Anlegung und Aufbewahrung der Gelder sehr verdient gemacht. Der längst bekannte Reisende und
Reiseschriftsteller, Hofrath Dr. Alexander Ziegler* , geboren
am 20. Januar 1822 in Ruhla bei Eisenach, erzogen in der berühmten
Salzmann’schen Erziehungsanstalt zu Schnepfenthal und gebildet auf dem
Gymnasium zu Eisenach und auf der Universität zu Jena, hat ebenfalls dem Major
Serre als allezeit bereiter administrations- und schriftgewandter Mann treu zur
Seite gestanden, insbesondere die Anlegung des oben erwähnten reisenhafen
Gewinn-Gegenstandes-Verzeichnisses persönlich geleitet und in Correspondenz-
und Preßeangelegenheiten vielfache Dienste geleitet. Ziegler*
ist in der literarischen Welt durch seine Reisewerke über Amerika, Spanien, den
Orient, den hohen Norden etc. sowie durch seine geographischen und historischen
Arbeiten, z.B. über Martin Behaim aus Nürnberg, über Pytheas von Massilien,
über den Rennsteig des Thüringerwaldes etc., längst bekannt; durch die
herausgabe seiner gegenwärtig in sechster Auflage vorliegenden Schrift über die
Schiller* lotterie und eine andere über die
Erforschungs-Expeditionen nach Inner-Afrika, deren ganzer Reinertrag von ihm
für die letztgenannten deutschen Expeditionen bestimmt ist, hat er sich auch
als tüchtiger Historiograph bewährt, der mit Wahrheitsliebe, Ruhe, Sachkenntniß
und Hingebung, sowie mit einer wohlthuenden, echt deutsch nationalen Gesinnung
über diese deutschen Unternehmungen Berichte Ausgearbeitet, welche hinfort der
Geschichte angehören. Was nun die künftige Verwaltung der ohne
jegliche Mitwirkung der Schiller* stiftungen gewonnenn
großen Capitalien betrifft, so ist dieser wichte Punkt schon seit langer Zeit
von Seiten des Hauptvereins der reiflichsten Ueberlegung unterworfen worden.
Seltsamer Weise – aber an eine bekannte Fabel erinnernd – hat die in Nr. 17 dieser
Blätter kurze und keineswegs officielle Notiz über die muthmaßliche Verwendung
der Erträgnisse der Schiller* lotterie den
Verwaltungsrath der deutschen Schiller* stiftung zu einer
öffentlichen entschiedenen Wahrung seiner und zu einer minder enschiedenen
Bekämpfung fremder Rechte veranlaßt. Major Serre stellte dem mit richtigen
Takte die kurze Bitte entgegen, doch erst ruhig die Abwicklung der
Schlußrechnung und das, was sich etwa mit Vorlage derselben weiter finden
werden, abzuwarten. Aus den jetzt veröffentlichten Vorlagen geht allerdings
klar hervor, daß die Befürchtungen des Verwaltungsrathes ungegründet waren. Es kann wohl nicht bezweifelt werden, daß
die Leiter der Schiller* lotterie die Einnahme der letzteren auch
vorzugsweise zu Gunsten ihres Gründungszweckes, also der Schiller* -
und Tiedge* stiftung, verwenden werden. Dafür bürgt ihre allbekannte
Uneigennützigkeit, Parteilosigkeit und Gewissenhaftigkeit, ebenso wie das
vollständige Bewustsein der hohen Verantwortklichkeit, welche ihnen das
außerordentliche allgemine Vertrauen auserlegt hat. Eben darum wird man
denselben nicht verdenken, man wird es vielmehr für heilige Pflicht der Gründer
und Leiter der Lotterie halten, wenn sie Anträge stellen, um einem Vermögen
voller sicherheit zu verschaffen, welches durch ihre ununterbrochene jahrelange
Arbeit mit Hintansetzung aller Privatinteressen unter vielen Kämpfen und
Hindernissen und ohne des Verwaltungsrathes Hinzuthun gesammelt worden ist. Durch dies neue Capital steigt das Vermögen
der ganzen Schiller* stiftung von 70.000
auf mindestens 370.000 Thaler. Der Verwaltungsrath ist nach den Satzungen
lediglich das Organ der Zweigstiftungen, deren Händen allein das
Stiftungsvermögen und deren Verwaltung überlassen bleibt, und er ist folgerecht
weder zur Erwerbung noch zu Verwaltung von Capital-Vermögen ermächtigt. Man
bedenke ferner, daß der Verwaltlungsrath kein bleibendes Domicil, sondern einen
alle fünf Jahre wechselnden Vorort hat, daß die deutsche Schiller* stiftung
selbst aber in manchen Staaten, z. B. in Preußen, noch nicht als juristische
Person anerkannt ist, mithin keinen Gerichtsstand besitzt, keine Processe
führen, keine Legate einziehen kan. Man bedenke, daß weder eine deutsche Schiller* stiftung, noch ein formeller Verband der
verschiedenen Stiftungen noch ein Verwaltungsrath bestand (welcher letztere
erst im October 1859 seine Begründung fand), als der Dresdner Haputverein
bereits in voller Thätigkeit war; daß auf den Loosen von einer deutschen Schiller* stiftung daher keine Rede sein konnte, daß
demnach auch das Anrecht des Ersteren auf das Gesammtergebniß des von Letzteren
selbstständig unternommenen und ausgeführten Werkes ein über allen Zweifel
erhabenes nicht sein dürfte, während nicht bestritten werden mag, daß der
deutschen Schiller* stiftung zwei Drittel
der jährlichen Nutzungen statutenmäßig zukommen. Dagegen ist ebenso statuarisch
die Verwendung des dritten Dritttheiles der Jahreseinnahmen, sowie die
Verwaltung und Vermehrung der von den Zweigvereienen angesammelten Capitalien
letzteren selbst vorbehalten. Um allen hier angedeuteten Bedenken und
Aufständen zu begenen, hat der Hauptverein der Schiller* lotterie
auf Grund der Satzungen beschlossen, sich als eine Zweig-Schillerstiftung zu
constituiren und zu gleicher Zeit der hier bestehenden Dresdner Zweigstiftung,
mit welcher das Lotterieunternhemen durchzuführen gleich Anfangs beabsichtigt
wurde, eine Vereinigung angetragen, um in gemeinsamer Wirksamkeit mit
vergrößerten Mitteln die edlen Aufgaben der Stiftung erfolgreicher zu erfüllen.
Der Vorstand derselben hat dazu keine Zustimmung bereits ausgesprochen, und
nach Erfolg einiger deshalb nöthigen Statuten-Aenderungen, wird daher auch
künftig wieder nur eine Zweigstiftung in Dresden bestehen. Im Uebrigen wird das
der Zweigstiftung zukommende ein Drittheil unter Fernhaltung jeder
particularistischen Rücksicht, wie sich nach Maßgabe der Satzungen §1 von
selbst versteht, zu Unterstützungen verwendet werden. Auf diese Weise glaubt der Hauptverein der Schiller* lotterie nach bestem Gewissen seiner Pflicht
zu genügen. Der gewonnene Reinertrag von 454.740 Thaler wird daher, mit
einstweiliger Innebehaltung von 4.740 Thaler zur Deckung späterer Ausgaben laut
§10 des Lotteriplanes zu zwei Drittel, d.h. 300.000 Thaler der Schiller* stiftung
und zu ein Drittel, d.h. 150.000 Thaler der Tiedge* stiftung
übereignet werden und zwar der Art, daß obige 300.000 Thaler als neuere
Zweigstiftungsfond in die deutsche Schiller* stiftung
eintreten, indem der Hauptverein in Gemäßheit der Satzungen der deutschen Schiller* stiftung als Zweig-Schillerstiftung
vorbehältlich zweier Anträge sich anschließt. Ist mit gutem Grunde wohl vorauszusetzen, –
heißt es in den vorliegenden Mittheilungen des Hauptereins an den
Verwaltungsrath – daß die Zahl derer, deren Unterstützung die Aufgabe der Schiller* stiftung ist, weder jetzt noch in naher
Zukunft so groß sein könne, daß der bedeutende Betrag der disponiblen
Jahreseinnahmen (14.800 Thaler) dazu vollständig in Anspruch genommen werde, so
wird erlaubt sein, unter diesen günstigen Verhältnissen den schon anderwärts
aufgetauchen Gedanken auszusprechen, daß ein Theil des durch die Lotterie
eingetretenen Vermögenszuwaches zurückgelegt und damit ein Fonds zu künftiger
Errichtung eines zweiten großen nationalen Instituts zu Förderung deutscher
Literatur und deutscher Sprache gegründet werde, welcher die Auszeichnung und
Belohnung der in diesen Wissenschaften sich hervorthuenden Männer zum Zweck
haben solle. Demzufolge geht der Antrag des Hauptvereis dahin: Die deutsche Schiller* stiftung
wolle ihr Einverständniß damit erklären, daß zu Gründung einer nach Schiller* s Namen zu bennenden Akademie für deutsche
Literatur und Sprache von dem durch die Lotterie der Schiller* stiftung
zugeführten Ertragsantheile ein Capital von 100.000 Thaler zurückgelegt und
dasselbe durch Zinsenzuwachs, ingleichen durch Hinzuschlagung der bei dem
Verwalthungsrathe und der Schiller* lotterie-Stiftung
allährlich etwa übrig bleibenden Nutzungsüberschüsse, sowie durch Vereinbarung
mit der Tiedge* stiftung hinsichtlich
des von ihr offerirten Jahresbeitrags und sonst in zweckdienlicher Weise bis zu
Erreichung des Betrags von 300.000 Thaler vermehrt werden. Den zweiten Antrag stellen die Leiter der
Schilerllotterie, wie den ersten, in wohlgemeintester Absicht, weil sie
glauben, daß die deutsche Nation, welche durch zahlreiche Betheiligung an dem
Lotterie-Unternehmen bei Erwerbung des großen Vermögenszuwachses für die Schiller* stiftung mitgewirkt, in der That auch einen
begründeten Anspruch darauf besitzt, von der Verwendung fortdauernd specielle
Kenntniß zu erlangen. Dieser Antrag formuliert sich dahin: Es möge entweder §10 der Satzungen in
Wegfall gebracht und dafür eine Veröffentlichung des Unterstützungsempfänger
als Regel aufstellende Festsetzung substituirt, oder mindestens zu §10 der
Zusats beigefügt werden: "die Namen derer, welche von den Zinsen des durch die
Allgemeine deutsche National-Lotterie erworbenen Stiftungsvermögens
Unterztützungen empfangen haben, sind in den Jahresberichten zur
Veröffentlichung zu bringen, dafern nicht in einzelnen Fällen und aus
überwiegenden und dringenden Gründen die Nichtveröffentlichung ausnahmsweise
als nothwendig erkannt und beschlossen wird." Wir glauben diese referirten Beschlüsse und
Anträge des Hauptvereins, welche letztere dem dem Verwaltungsgeräthe mit dem
Gesuche eingereicht worden sind, sie der bevorstehenden Generalversammlung der Schiller* stiftung zur Beschlußfassung vorzulegen, mit
wahrhafter Freude begrüßen zu müssen und sind überzeugt, daß nicht leicht
geeignetere und zweckmäßigere an deren Statt gemacht werden konnten. Die
Begründung einer lebensfrischen thatkräftigen Akademie halten wir für einen
wahrhaft nationalen Gedanken und müssen uns auch für die Veröffentlichung der
Unterstützungsempfänger als Regel aussprechen, weil es eine Ehre sein soll, von
der deutschen Schiller* stiftung
unterstützt zu werden, und weil auch so eine zweckmässige Controle
herbeigeführt und dem Coteriewesen vorgebeugt werden kann. Die Verschweigung
des Namens der Empfänger von Beihülfen – Gaben – erinnert zu sehr an da
Verhältnis verschämter Armen zum öffentlichen Almosen. Und doch soll die den
Schriftstellern gewährte Gabe nicht ein Bettelpfennig, sondern eine zeitweilige
Unterstützung und zugleich ein Zeichen der Erkenntlichkeit, der dankbaren
Anerkennung sein. Wir glauben, daß es, wie dem Gründer und
den Leitern der deutschen Schiller* lotterie,
so denen der deutschen Schiller* stiftung
heiliger Ernst ist, etwas Großes und nationales zu schaffen, sowie "innerhalb
und außerhalb derselben den unverbrüchlichen Gottesfrieden aufrecht zu
erhalten, welcher allein einer pia causa, einem Werke reiner Humanität
geziemt." Wir geben uns diesem frohen Glauben um so zuversichtlicher hin, als
durch die gewaltigen in ihrer Art einzigen Erfolge der Schillelotterie, sowie
durch Annahme und getreuliche Ausfürung des obgenannten Antrags der Zeitpunkt
weit näher gerückt ist, "wo die Sonne des 10. November unter den vollendeten
Pantheen und Capitolien deutscher Nation auch ihr Prytaneien, die Schiller* stiftung und Schiller* akademie,
fertig und fest belauchten wird!" Wenn irgend etwas großartig Gutes,
patriotisch Förderndens in unserer Zeit des wachgerufenen und werkthätig
gewordenen Gemeinsinnes geschehen ist, die Schöpfung der Schiller* lotterie
darf sich ihm getrost zur Seite stellen. Sie macht dem Talent, dem Genius die
Bahn frei von allen fesselnden und bedrückenden Hemmnissen des Alltagslebens,
und dafür wird sie zu aller Zeit mit Erhebung und Dank gepriesen werden. Wie
dem wackern, 74jährigen Major Serre, so wird auch seinen opferfreudigen
Mitarbeitern im Hauptverein das deutsche Volk in Namen aller Derer, welche
dereinst oder bald die Segnungen dieser Stiftungen genießen werden, den
aufrichtigsten Dank und die vollste Anerkennung zollen, welche solcher
uneigennützigen Hingabe an ein wahrhaft nationales Unternehmen gebührt. Nicht
minder gebühren Dank und Anerkennung dem edlen Großherzog* von
Sachsen-Weimar-Eisenach, der als Protector und liberaler Schenkgeber an die
Spitze der Unternehmung trat, ebenso der königl. Sächs. Staatsregierung, vor
Allem dem Ministerpräsident Freiherrn von Beust* ,
sowie dem Chef des Finanzministeriums, Freiherrn von Friesen* , und dem des Cultusministeriums, Freiherrn von Falkenstein* , endlich allen Denen, welche durch
Portofreiheit und sonstige Erleichterung der Schiller* lotterie
Vorschub leisteten. Allen Dank, herzlichen Dank; denn "Was für Andre man gethan, Bleibt doch
immer wohlgethan".
Et heldigt gennemført nationalt foretagende.
Ser man et stort værk nå til sin afslutning, så kaster man vel gerne endnu en gang et prøvende blik på anledning, proces og udførelse af samme. Dette burde fortrinsvis være tilfældet ved et foretagende, som har Schiller* , den meget fejrede tyske digters navn øverst og hvis gennemførelse allerede ved sin begyndelse blev så betvivlet. Vi mener "Det almene tyske nationallotteri", det såkaldte Schiller* lotteri, som blev grundlagt i anledning af fejringen af Schiller* s 100 års fødselsdag til fordel for Schiller* - og Tiedge* stiftelsen, og begges formål er:
At yde passende støtte til værdige, men trængende digtere, forfattere og kunstnere inden for områderne malerkunst, musik, kobberstikker- og billedhuggerkunst og arkitektur) og til deres efterladte enker og faderløse børn rettidigt, dvs. endnu i levende live.
En ædel mand, som er begejstret for alt smukt og ædelt, major Serre på Maxen, fik den heldige idé at oprette et monument, som er mere vedvarende end malm, nemlig til minde om Schiller* at grundlægge Schiller* lotteriet, idet han på den måde fremmede de skønne formål for Schiller* - og Tiedge* stiftelsen på en gang og på samme måde, hvis det overhovedet for foreningerne hver for sig havde været muligt selv over et længerevarende tidsrum.
For at opnå dette høje mål, måtte hele nationen deltage, og for at gennemføre dey krævedes den offervillige, uegennyttige og utrættelige medvirken af ligeså begejstrede mænd. Disse blev først søgt i Dresdens Schiller* stiftelse, men efter at komiteen for denne stiftelse gav afslag flere gange, blev en hovedforening for det almene tyske nationallotteri dannet, hvor major Serre, blev betroet hvervet som forretningsfører, og de øvrige medlemmer var: dr. V. Wietersheim* , kongelig statsminister a.D. Pfotenhauer* , overborgmester dr. Hertel* , borgmester dr. Arnest* , formand for byrådet, bankier Löße* , hofråd dr. Ziegler* , alle i Dresden, desuden oberst v. Bielfeld* i Altenburg og grev Hohenthal-Döbernitz* .
Major Serre opfordrede det tyske folk til at deltage i kraft af den almindelige begejstring fra Schillers* nært forestående 100 års dag samt ved adskillige opfordringer udsendt i juni og september 1859, hvor han opfordrede til medvirken til at fremme sagen, bidrag i form af gaver af enhver slags til lotteriet samt til at aftage lodder til dette lotteri.
Da der foreligger fuldstændig oplysning om foretagendets fortsatte plan, f.eks. om anskaffelsen af gevinster, om fremstillingen af den kæmpe store gevinst-genstandsfortegnelse (4 eksemplarer à 22 foliobind, i alt 88 foliobind), om den sindrige trækningsmåde, om udfærdigelsen af den komplette gevinstliste, som kun indeholdt 17 kvartark à 8 sider, om foranstaltning af udstilling af gevinsterne, samt om yderligere ting, som fremgår præcist af skriftet, som allerede er udkommet i 6 oplag "Schillerlotteriet, af Alexander Ziegler* " (Dresden, R. Höckner, 1862. Pris ½ Thlr), vil det her være tilstrækkeligt at henvise til dette.
Da opstillingen var færdig den 1. oktober 1860, var der allerede afsat 660.000 lodder og det skulle og måtte ikke vokse hovedforeningen over hovedet og forskyde trækningen ud over den fastsatte tid, der skulle altså sættes en grænse for deltagelsen.
Man måtte derfor returnere ikke mindre end 135.000 Thaler, som allerede var indsendt. Hvor rigtigt havde major Serre dog bedømt forholdene, praktisk og realistisk fundet det middel, som skulle føre til realiseringen af dette ideal! Det ziegler* ske skrift har allerede i meget interessant sammenligning vist, hvilke kæmpestore dimensioner dette tingslotteri havde antaget, og her skal kun eksempelvis nævnes, afsatte lodder lagt oven på hinanden næsten ville nå så højt som pyramiderne eller ville når Kreuzthurm i Dresden – og lagt i forlængelse af hinanden ville nå fra Dresden til Leipzig. De 660.000 lodder vejer 4 centner 83 pund (112 x 4 +83 = ca 265 kg). Bureauet har i perioden modtaget og besvaret ca. 60-70.000 breve. Der er blevet afsat lodder i Sachsen, Preußen (232.000), Bayern (29.500), Württemberg (26.100), de frie byer (18.400), Hannover (16.400) osv. samt til Ungarn, Galizien, Polen, Grækenland, Rusland, Tyrkiet, Ægypten, Amerika osv.
Det af publikum ofte fremsatte og indtrængende understøttede ønske om at overholde den fastsatte trækningsdato, men også den kendsgerning, at til trods for belønningen på 200 Ducater [1 dukat = 2 ¾ Thaler], som endog skulle øges betydeligt, som en "folkebog" eller en roman" svarende til tendensen ikke ville kunne opnå – foranledigede, at der blev udfærdiget et større antal af litterære og kunstgenstande, som blev fremsat som såkaldte nittegevinster, i modsætning til de andre tingsgevinster, og disse fandt ikke alment bifald.
Men de var alle udarbejdet under medvirken af sagkyndige og havde mindst en dalers værdi i indkøb. Til disse hørte især træsnittene "En evigheds-vægkalender" og "To apoteoser". Man havde vel regnet med, at interessenterne ikke ville kræve, at hver gevinst havde en salgsværdi på en daler.
I betragtning af, at foretagendets ædle formål ikke blev baseret på at opnå gevinst, men på folkets begejstring og at der af de uegennyttige ledere af lotteriet var fremskaffet over 300.000 gevinster, som dog mindst havde en købspris på 1½-2 daler, og at den rettidige fremstilling af træsnit lige netop var mulig, hvis den fra alle sider ønskede trækning ikke skulle udskydes et halvt år – samt at hvert lod har haft muligheden for at få en anselig gevinst, så kan alle ved afslutning af nationallotteriet på den måde beroliges, selv om den tilfældige skæbnes lod ikke faldt i skødet på dem.
Til trods for mange protester lod major Serre sig ikke bringe ud af sin bane i det, som han én gang havde sat sig som livsopgave. Afviklingen af forretningen fortsatte, og på det forholdsvis korte tidsrum af 6 måneder var også udlevering, forpakning og forsendelse af gevinsterne afsluttet. Og efter at de ikke afhentede gevinster ikke var afhentet inden den fastsatte termin, og de deraf trufne foranstaltninger var gennemført (disse gevinster, naturligvis for størstedelen nitter, skulle anvendes til gavn for en stiftelse), så Dresdner hovedforeningen og dermed Serre med stor fortrøstning det påbegyndte værk, som var påbegyndt i kraft af den begejstring og offervillighed i det tyske folk, selv om også dette havde vist sig ved kun ca. 3000 gaver af en værdi på over en Thaler, undtagen bøgerne, – dette værk kronet med succes, som oversteg hans dristigste forventninger. Thi efter fradrag af alle omkostninger for dette usædvanlige foretagende blev der til hovedformålet den runde som af næsten en halv million Thaler tilbage.
Hvordan major Serre, som lod hånt om sin høje alder, satte sine sidste leveår ind på at gøre to nationale stiftelser livskraftige og store, og styrede mod målet med beundringsværdige, entusiastiske og organisatoriske evner og derved viste en natur, der stod fast til trods for al tumult og mange forslag og rådslagninger, så kunne også hans medarbejdere, især borgmester dr. Hertel* og hofråd dr. Alexander Ziegler* fra Ruhla føle den stigende bevidsthed om i sandhed at have udrettet noget godt, nationalt, og de var beskyttet mod alle angreb og mistænkeliggørelser, som desværre ikke kunne undgås ved et så dristigt værk. Da vi gengiver billederne af disse tre ledere og faktorer for lotteriet (Zieglers* portræt kommer senere), så kunne nogle korte biografiske noter være på sin plads.
Major Serre, som var født i Bromberg i 1789, gik i skole i Danzig, studerede jura i Frankfurt an der Oder og var i 3 år referent ved højesteret i Glogau. Da Frihedskrigen brød ud, gik Serre ind i det andet garder-regiment som frivillig jæger og kæmpede med i slaget ved Groß-Görchen. Senere blev han som kaptajn tilforordnet militærguvernøren for Sachsen, general von Gaudy i Dresden, hvor han lærte sin højtuddannede hustru at kende, tog sin afsked som major og er siden da blevet i Dresden. Det er for længst bekendt, at Major Serre altid har været en velgører for de fattige, og at han stedse er en protektor og fremmer af kunst og almennyttige bestræbelser, og at han på sit slot, kaldet Maxen, allerede har været en Alfons den Anden , i forynget målestok, for mangt et fremadstræbende talent. Serre er desuden frem for alt kendt som grundlægger af småbørnskolonier i og omkring Maxen, som har til formål at give familiernes små børn mulighed for det sunde landliv og ved at formindste børnehjemmene i byen at opnå en stor besparelse. Som vi erfarer fra gode kilder, er allerede næsten 1000 børn blevet anbragt i næsten 25 år.
Borgmester dr. Hertel* , f. 1807 i Nemt ved Wurzen, tidligere værge, har siden 1837 været medlem af byrådet i Dresden og siden 1851 medlem af andenkammeret, og har til trods for sine mange forretninger kunnet finde tid til uophørligt at støtte Serre med råd og dåd, med ærlighed og offervilje, med forretnings- og juridisk omtanke. Hertel* , som er bekendt med finanssager fra de sachsiske landdage som referent og desuden er en udmærket finansmand, har især gjort sig fortjent ved at tage sig af regnings- og kassearbejdet, samt af anlæggelsen og opbevaringen af pengene.
Den allerede kendte rejsende og rejsebogsforfatter, hofråd dr. Alexander Ziegler* , født 20. januar 1822 i Ruhla ved Eisenach, blev opdraget på den berømte Salzmanske Opdragelsesanstalt i Schnepfenthal og uddannet på Gymnasiet i Eisenach og på universitetet i Jena, har ligeledes trofast stået ved major Serres side som allesteds værende beredt administrations- og skriftkyndig mand, især ved personligt at have ledet anlæggelsen af den ovenfor nævnte omfangsrige gevinst-genstands-fortegnelse, foruden han har ydet mange tjenester i korrespondance og presseanliggender. I den litterære verden er Ziegler* for længst kendt på grund af sine rejsebeskrivelser om Amerika, Spanien, Orienten, Norden osv., samt for sine geografiske og historiske arbejder f.eks. om Martin Behaim fra Nürnberg, Pytheas af Massilien, om vandrestien i Thüringerwald, ved udgivelsen af hans skrift, nu i sjette oplag, om Schiller* lotteriet og en anden om forskningsekspeditoner til det indre Afrika, hvortil han har besluttet at al fortjenesten skal gå til den tyske ekspedition, hvorved han har vist sig som en dygtig historiograf, som med sandhedskærlighed, ro, sagkundskab og hengivenhed, samt med et velgørende ægte nationalt sindelag udarbejdet beretninger om disse tyske foretagender, som fra nu af vil tilhøre historien.
Hvad angår den fremtidige forvaltning uden medvirken af den til Schiller* stiftelsen indvundne store kapital, så har dette punkt allerede længe været seriøst drøftet i hovedforeningen. Sælsomt nok – mindende om en bekendt fabel – var der i dette blads nr. 17 en alt andet end officiel notits om den sandsynlige anvendelse af udbyttet af Schiller* lotteriet, som har foranlediget bestyrelsen for den tyske Schiller* stiftelse til at angive en offentligt besluttet værdi deraf og til en mindre afgjort bekæmpelse af fremmede rettigheder. Major Serre stillede op imod dette med retsind ved at fremsætte den bøn, først at afvente afviklingen af slutregnskabet og at afvente alt i forbindelse med fremlæggelsen af samme. Af de nu offentliggjorte regnskaber fremgår det ganske vist klart, at bestyrelsens bekymring var ubegrundet.
Der kan vel ikke være tvivl om at lederne af Schiller* lotteriet fortrinsvis har ladet indtægterne ved dette lotteri gå til deres stiftelses formål, altså til fordel for Schiller* - og Tiedge* stiftelsen. Deres alment bekendte uegennyttighed, partiløshed og samvittighedsfuldhed borger derfor, foruden den fuldstændige bevidsthed om det store ansvar, som den i særdeleshed almindelige tillid har pålagt dem. Netop derfor kan man heller ikke fortænke dem i – nej det må snarere anses for grundlæggerne af lotteriets hellige pligt – at ansøge om at sikre den formue fuldstændig, den de har brugt årevis på at skaffe ved tilsidesættelse af alle privatinteresser med mange kampe og forhindringer – og uden bestyrelsens tilføjelser.
Med denne nye kapital øges hel Schiller* stiftelsens formue fra 70.000 til mindst 370.000 thaler. Efter vedtægterne er bestyrelsen alene organet for de to grene, og kun den overlades forvaltningen, og som følge deraf er den hverken bemyndiget til at erhverve eller forvalte formuer. Ydermere bedes man betænke, at den tyske Schiller* stiftelse i mange stater, f.eks. i Preussen, endnu ikke er anerkendt som juridisk person, følgelig ikke har nogen jurisdiktion, ikke kan føre processer , ikke kan opsætte nogen legater.
Man bedes betænke, at der hverken fandtes en tysk Schillerstiftelse eller en formel sammenslutning af de forskellige stiftelser– endsige en bestyrelse (denne blev først stiftet i oktober 1859), eftersom Dresden-hovedforeningen allerede var fuldt aktiv, derfor kunne der ikke være tale om lodder fra en tysk Schiller* stiftelse – at førstnævntes ret til det samlede resultat af sidstnævntes selvstændigt igangsat og udførte værk ikke under nogen omstændigheder kunne betvivles, medens det ikke kan bestrides, at iflg. statutterne tilkommer 2/3 af de årlige indkomster den tyske Schiller* stiftelse. Derimod er anvendelsen af den sidste tredjedel af årsindtægten, samt forvaltningen og forøgelsen af underforeningernes samlede kapital forbeholdt sidstnævnte.
For at imødegå alle her antydede betænkelighed og invendinger har hovedforeningen for Schiller* lotteriet på basis af vedtægterne besluttet, at konstituere sig som en underafdeling af Schiller* stiftelsen og samtidig slutte sig sammen med den underafdeling, som er her i Dresden, og som fra starten var planlagt til at gennemføre lotteriforetagendet, og i fælles virksomhed med øgede midler opfylde stiftelsens opgaver mere succesfuldt. Bestyrelsesformanden har ikke udtalt samtykke af dette, og efter at nogle nødvendige vedtægtsændnringer var heldigt gennemført, vil der derfor i fremtiden kun være en underafdeling i Dresden. I øvrigt vil den tredjedel som tilkommer underafdelingen, når der ses bort fra ethvert partikularistisk hensyn, således som de forstås i henhold til vedtægternes §1, skulle anvendes til understøttelse.
På denne måde tror hovedforeningen for Schiller* lotteriet at opfylde sin pligt efter bedste evne. Det opnåede nettoudbytte på 454.740 daler bliver derfor, med foreløbig tilbageholdelse af 4.740 daler til dækning af senere udgifter iflg. Lotteriplanens §10 for de to tredjedeles vedkommende, dvs. 300.000 daler overdraget til Schiller* stiftelsen , og til understiftelsen, dvs. til Tiedge* stiftelsen bliver der overdraget 150.000 Thaler, og det på den måde at ovennævnte 300.000 Thaler går ind som en nyere understiftelsesfond i den tyske Schiller* stiftelse, idet hovedforeningen i overensstemmelse med vedtægterne for den tyske Schiller* stiftelsen som under-Schillerstiftelse under forudsætning af vedtagelse af de to forslag til vedtægtsændringer.
Det kan meget vel forudsættes – hedder det i de foreliggende meddelelser fra hovedforeningen til bestyrelsen – at antallet af dem, som Schiller* stiftelsen har til opgave at understøtte, hverken nu eller i fremtiden ville kunne være så stort, at der vil blive lagt fuldstændig beslag på det betydelige beløb af de disponible årsindtægter (14.800 Thaler), så vil det blive tilladt her at udtale den tanke, som allerede er fremsat andetsteds, at en del af den formuetilvækst, som er opnået ved lotteriet, lægges tilbage, og at der således bliver oprettet en fond til fremtidig stiftelse af et andet stor nationalt institut til fremme af tysk litteratur og tysk sprog, som skal have til formål at udmærke og belønne de mænd, som har udmærket sig i disse videnskaber. Som følge deraf lyder hovedforeningens ansøgende således:
Den tyske Schiller* stiftelse vil udtrykke sin accept af, at der til grundlæggelse af et akademi for tysk literatur og sprog, som skal nævnes med Schiller* s navn, føres en kapital på de ved Schiller* stiftelsensn lotteri erhvervede 100.000 thaler tilbage, og ligeledes ved renteindtægt, samt ved tillæg af det beløb der ved bestyrelsen og Schiller* lotteristiftelsen årligt måtte opspares, samt det beløb som efter aftale med Tiedgestiftelsen hvad angår det tilbudte årsbidrag og i øvrigt på hensigtsmæssig måde til opnåelse af beløbet på 300.000 Thaler.
Den anden anmodning stiller lederne for Schiller* lotteriet, ligeledes som den første, i bedste hensigt, fordi de tror, at den tyske nation, som ved stor deltagelse i lotteriforetagendet har medvirket til erhvervelsen af den store formuetilvækst for Schiller* stiftelsen, i virkeligheden også har et rimeligt krav på, også fremover at få kendskab til anvendelsen. Denne ansøgning formuleres således:
Enten skal vedtægternes §10 slettes og til gengæld skal der fastsættes en regel om offentliggørelse af modtagerne af understøttelse, eller i det mindste skal §10 have følgende tilføjelse: "navnene på dem, som har modtaget understøttelse af renterne af de ved det almene tyske nationallotteri , skal offentliggøres i årsberetningen, dersom ikke i enkelte tilfælde af overvejende trængende grunde en ikke-offentliggørelse undtagelsesvis anerkendes og besluttes som nødvendig".
Hovedforeningens her angivne beslutninger og ansøgninger, som er indleveret til forvaltningsrådet med ansøgningen, så de kan forelægges Schiller* stiftelsen til afstemning på den forestående generalforsamling, hilser vi med glæde og er overbevist om, at der ikke kunne gøres noget lettere eller mere formålstjenligt i deres sted. Grundlæggelsen af et livs- og handlekraftigt akademi anser vi for en sand national tanke og må også udtale os for offentliggørelsen af modtagerne af understøttelse som hovedregel, fordi det bør være en ære at blive understøttet af den tyske Schiller* stiftelse – og fordi der også er tilført en så formålstjenlig kontrol for at forhindre nepotisme. At fortie modtagerne af hjælp – gaver – minder alt for meget om de flove fattiges forhold, når de modtager offentlige almisser. Og den til forfatterne ydede gave skal ikke være en tiggermønt, men en midlertidig understøttelse og samtidig et tegn på erkendtlighed over den taknemmelige anerkendelse.
Vi tror at det for grundlæggerne og lederne i det tyske Schiller* lotteri samt dem i den tyske Schiller* stiftelse er ramme alvor, at skabe noget stort og nationalt samt "indenfor og udenfor samme at opretholde ubrødelig gudsfred, som alene sømmer sig for pia causa [from sag, legatstiftelse i religiøst øjemed]– et værk baseret på ren humanitet". Vi hengiver os endnu mere tillidsfuld til denne glade overbevisning, på grund af de fantastiske sucesser for Schiller* lotteriet samt det, at man har taget denne ansøgning på sig og trofast har udført den – at tidspunktet er rykket langt nærmere, "hvor den 10. novembers sol [Schillers fødselsdato] vil belyse den tyske nations Pantheon’er og Capitol’er – samt Schiller* stiftelsen og Schiller* akademiets prytaneier [forretningsudvalg]".
Når der er sket noget storartet godt, patriotisk fremmende i vor tid med vakt fællesskabsfølelse, skal skabelsen af Schiller* lotteriet roligt bistå. Den gør talentet og geniet fri af alle lænkende og trykkende hindringer i hverdagslivet og derfor vil den til alle tider blive prist med opløftelse og tak.
Det tyske folk vil også vise den oprigtigste tak og den fuldeste anerkendelse til den brave 74 årige major Serre, samt hans offervillige medarbejdere i hovedforeningen fra det tyske folk på vegne af alle dem som i sin tid har nydt eller snart vil nyde disse stiftelsers velsignelser – som sådan en tak sig hør og bør ved en sådan opofrelse for et sandt nationalt foretagende. Ikke mindre tak og anerkendelse tilkommer den ædle storhertugen* af Sachsen-Weimar-Eisenach, der som protektor og liberal gaveyder gik i spidsen for foretagendet, ligeledes den kgl. Sachsiske Statsregering, frem for alt ministerpræsident friherre von Beust, samt chefen for finansministeriet, friherre von Friesen* , og friherre von Falkenstein* fra kultusministeriet, endelig alle de, som med portofrihed og øvrige lempelser har ydet støtte til Schiller* lotteriet . Tak til alle, hjertelig tak – thi:
"hvad man har gjort for andre, er vel gjort".
D. Pfotenhauer* : Friedrich Wilhelm Pfotenhauer* (1812-77), overborgmester
Dr. Arnest* : Bernhard Johann Arnest* , borgmester i Dresden.
Banquier Löße* : Karl Eduard Löße* , bankier
Oberst v. Bielfeld* zu Altenburg: kan ikke identificeres nærmere.
Graf Hohenthal-Döbernitz* : Alfred Hohenthal Königsbrück* (1806-60), greve
Freiherr von Beust* : Fr. v. Beust* (1813-89), storhertug Carl Alexanders* overhofmarskal.
Freiherrn von Friesen* : Friedrich von Friesen* (1796-1871, præsident i førstekammeret i den sachsiske landdag.