00.04.1860Slut april 1860: Serres renskrift af eventyret:

BrevID 25026

Die alten Kirchenglocke

Im deutschen Lande Württemberg, wo die Akazien so lieblich auf der Landstraße blühen und wo Apfel- und Birnbäume im Herbste unter dem Segen der Reife sich beugen, liegt eine kleine Stadt, Marbach. Sie gehört zu den ganz geringen Städtchen, schön aber liegt sie am Neckar- fluß, der [overstr: sich] an Städten, alten Ritterburgen und grünen Weinbergen vorüberstürtzt, um seine Gewässer mit dem stolzen Rhein zu mischen.

Es war spät im Jahre, das Weinlaub hing herab mit rothen Blättern, Regenschauer fielen und der kalte Wind wurde immer stärker; es war nicht die erquicklichste Zeit für die Armen. Die Tage wurden finster, und noch finsterer war es drinnen in den alten kleinen Häusern. Eins von diesen lag da mit dem Giebel zur Straße gewandt, mit niedrigen Fenstern, arm und gering war es anzusehen, und so war auch die Familie, die es bewohnte, aber brav und fleißig; und mit Gottesfurcht in der Schatzkammer des Herzens. Noch ein Kind wollte der Liebe Herrgott ihnen bescheren; die Stunde war da, die Mutter lag in Schmerzen und Noth, da drang zu ihr hinein vom Kirchenthurme ein Glockenklang so tief, so festlich, es war eine feierliche Stunde, und der Glockenklang erfüllte die Betende mit Andacht und Glauben; ihre Gedanken erhoben sich so innig zu Gott, und in derselben Stunde gebar sie ihren Söhnchen und fühlte sich so unendlich froh. Die Glocke im Thurme schien ihre Freude über Stadt und Land hinauszuläuten, und zwei klare Kinderaugen schau[te] sie an, und des Kleinen Haar glänzte als sei es vergoldet. Am finsteren Novembertage wurde das Kind mit Glockenklang in der Welt eingeführt; Mutter und Vater küssten es, und in ihre Bibel schrieben sie: "am elften November 1759 gab Gott uns einen Sohn," und später wurde hinzugefügt, daß er in der Taufe den Namen Johan Christoph Friedrich erhalten habe.

Was wurde aus dem Kleinen, dem armen Kinde von Marbach? Ja, das wußte Niemand damals, nicht einmal die alte Kirchenglocke obgleich sie hoch hing und geklungen und gesungen hatte für den, welcher erst das herrlichste Lied von der Glocke singen sollte.

Und [overstr: der Kleine] das Kind wuchs heran, und um ihn herum wuchs die Welt. Zwar zogen die Eltern nach einer andern Stadt, aber Liebe Freunde blieben in dem kleinen Marbach zurück, und daher kamen auch Mutter und Sohn eines Tages dort zum Besuche. /

Der Knabe war [overstr: nicht] kaum sehs Jahre alt, er wußte aber schon etwas von der Bibel und der frommen Psalmen, er hatte schon manchen Abend von seinem Rohrstühlchen der Vater Gellerts* Fabeln und den Gesang von Messias vorlesen hören; heiße Thränen hatte er und die zwei Jahre äl­te­re Schwester geweint, als sie lesen hörten von dem, der zu unser Aller Heil den Tod am Kreuze erlitt.

Bei dem ersten Besuche in Marbach hatte sich die Stadt nicht besonders geändert; es war ja auch nicht gar lange her, seitdem sie fortgezogen waren; die Häuser standen wie früher mit den spitzen Giebeln, den [overstr: hängenden Mauern]schiefen Mauern und niedrigen Fenstern; auf dem Friedhofe waren neue Gräber hinzugekommen, und dort, fast an der Mauer, stand jetzt unten im Grase die alte Glocke, sie war von ihrer Höhe heruntergefallen, hatte einen Sprung bekommen und konnte nicht mehr läuten; eine neue hatte ihre Stelle eingenommen.

Mutter und Sohn waren auf den Friedhof eingetreten, sie standen vor der alten Glocke, und die Mutter erzählte ihrem Kinde wie die Glocke mehrere hundert Jahre ihr Wert verrichtet hatte, wie sie zur Kindtaufe, zur Hochzeitsfreude und zur Beerdigung geläutet, wie sie von dem Feierjubel und dem Feuerschrecken gesprochen [overstr: hatte, und nie vergaß], ja wie die Glocke ein ganzes Menschenleben ausgesungen hatte, und nie vergaß das Kind, was die Mutter erzählte, das Klang wurde in seiner Brust bereit, daß er es als Mann aussingen mußte. Und die Mutter erzählte ihm, wie diese alte Glocke ihr selbst in der Stunde der Angst, Trost und Freude zugeläutet hatte, und gesungen und geklungen hatte als ihr lieber Söhnchen ihr beschert wurde. Und das Kind betrachtete fast mit Andacht die große, alte Glocke, es beugte sich hinab und küßte sie, wie alt, zersprungen und hingeworfen sie auch da stand zwischen Gras und Nesseln.

Und sie blieb in der Erinnerung des kleinen Knaben, der in Armuth emporschoß, lang und mager, mit rötlichem Haar, sommerflecking im Gesicht, ja, das war er, aber zwei Augen hatte er, klar wie das tiefe Wasser. Wie ging es ihm? Es ging ihm gut, zum Beneiden gut! Er war in höchster Gnade in die Kriegsschule aufgenommen, in der Abtheilung wo geringeren Leute Kinder waren, das war ja aber eine Ehre, ein Glück; er trug Gamaschen, eine steife Halsbinde, und gepuderter Perücke; er bekam Unterricht, und die wurde ihm unter "Marsch!" "Halt!" "Front!" [ovrstr: zugestellt] beigebracht; da konnte schon was herauskommen,/

Die alte Kirchenglocke, verborgen und vergessen, würde wohl einmal in den Schmelzofen gebracht werden, was würde dann herauskommen? Ja, das war nicht möglich zu sagen, und es war eben so unmöglich zu sagen, was einmal aus der Glocke in der jungen Brust herauskommen würde; es war drinnen ein Metall, welches erklang und in die weite Welt hinaushallen müßte, und je enger es hinter den Schulmauern wurde, und je betäubender das »Marsch!« »Halt!« »Front!« erschallte, desto heller klang es in die Brust des [overstr: Jünglings] jungen Mannes, und er sang es dem Kreise der Kameraden, und der Schall ging über das ganze Land hinaus. Dafür aber hatte man ihm aber nicht Schulunterricht, Kleider und Post gegeben; die Nummer hatte er bekommen zu dem Stift, den er vorstellen sollte in dem großen Uhrwerk, wohin wir alle in dem handgreiflichem Nutzen hingehören. – Wie wenig verstehen wir uns selbst! wie sollten dann die Anderen, die Besten sogar, uns immer verstehen können? Durch den Druck aber wird der Edelstein erschaffen; hier war der Druck, mit Ihr Zeit sollte die Welt den Edelstein kennen lernen?

Große Festlichkeit war in der Hauptstadt des Landesherrn, tausend Lampen leuchteten, Racketen funkelten; dieser Glanz wird nur noch erinnert durch den, der damals in Thränen und Schmerzen, unbeachtet, fremden Boden zu erreichen suchte; von dem, der vom Vaterlande, von der Mutter, von allen seinen Lieben fort, oder im Strome der Gewöhnlichkeit vergehen mußte.

Die alte Glocke hatte es gut, sie stand in Schütze an der Kirchenmauer in Marbach, verborgen, vergessen.Der Wind fuhr über sie hin und hätte erzählen können von dem, bei dessen Geburt die Glocke geläutet hatte, erzählen können, wie kalt es ihn angeweht hatte ganz kürzlich als er, von Müdigkeit erschöpft, im Walde des benachbarten Landes zu Boden sank, wie sein ganzer Reichtum und die Hoffnung der Zukunft nur geschriebene Blätter der "Fiasko" waren; der Wind hätte erzählen können von den einzigen Beschützern, die ja alle Künstler waren; und die sich von der Vorlesung der Blätter wegschleifen um sich am Kegelspiel zu ergötzten. Der Wind hätte melden können von dem blassen Flüchtling, der Wochen, Monate lang in der armen Wirthstube lag, wo der Wirth tobte und trank, wo rohe Lustbarkeit herrschte, während er von dem Ideale sang. Schwere Tage, finstere Tage! das Herz muß selbst leiden und prüfen, was es heraussingen soll.

Finstere Tage, kalte Nächte gingen über die alte Glocke hin; sie empfand es aber nicht. Doch die Glocke in der Menschenbrust empfindet die Zeit ihrer Drangsele. Wie ging es dem jungen Manne? Wie ging es der alten Glocke? Nun, die Glocke kam weit weg, weiter als sie sogar von ihrem erhabenen Platze im Thurm hätte gehört werden können. Und der junge Mann, - nun, die Glocke in seiner Brust erschallte weiter weg, als sein Fuß gehen als seine Augen sehen sollten, sie sang und klang und klingt noch über das Weltmeer, und das Erdenrund. Hört nun erst von der Glocke! Die wurde aus Marbach weggebracht, wurde als altes Kupfer verkauft und sollte im bayrischen Lande in den Schmelzofen geworfen werden. Wie und wann kam sie dort hin? Das mag die Glocke selbst erzählen, wenn sie es kann, es ist nicht von größter Wichtigkeit; gewiß aber ist es, daß sie nach der Königsstadt Bayerns kam. Viele Jahre waren verflossen, seitdem sie vom Thurme herabfiel; jeyzt sollte sie eingeschmolzen werden; sollte mit zum Gusse eines großen Ehrendenkmals, einer Gestalt der Größe für das deutsche Volk und Land. Hört nun wie es sich traf; wunderlich und herrlich geht es doch in dieser Welt. Droben In Dänemark, auf einer der grünen Inseln, wo die hohen Buchen wachsen und die vielen Hünengräber stehen, lebte ein ganz armer Knabe, der in holzernen Schuhen ging und seinem Vater, der auf dem Schiffswarftte ging und in Holz schnitzelte, das Essen in einem alten Tuche zubrachte; das arme Kind war der Stolz seines Vaterlandes geworden, er stellte in Marmor Herlichkeiten dar, daß die Welt staunte.und eben ihm ward der ehrenvolle Auftrag im Thone eine Gestalt der Größte und Schönheit zu formen, die in Metall gegossen werden sollte, das Bild desjenigen, dessen Namen der Vater in seine Bibel geschrieben hatte. [overstr: Johann Christoph Friedrich].

Und das Metall floß glühend in die Form, und die alte Glocke – ja, es dachte Niemand an ihre Heimat, an ihr hingestorbenes Läuten – die Glocke floß mit in die Form und bildete Haupt und Brust des Standbildes, das jetzt entschleiert da steht in Stuttgart vor dem alten Schloße, auf dem Platze, wo er, den es vorstellt, im Leben, im Kampf und Streben, von der Außenwelt gedrückt herumging, er, der Knabe aus Marbach, der Karlsschüler, der Flüchtling, Deutschlands großer, unsterblicher Dichter, welcher da sang von dem Befreier der Schweiz und der gottbegeisterten Jungfrau Frankreichs.

Es war ein schöner, sonniger Tag, Fahnen flatterten von den Thürmen und Dächern im königlichen Stuttgart, Kirchenglocken läuteten zum Fest und zur Freude, nur eine Glocke schwieg, sie leuchtete in dem hellen Sonnenschein, leuchtete vom Gesicht und Brust des Kupfers gestalt; es waren gerade hundert Jahre verflossen seit dem Tage, da diese Glocke in Marbachs Thurm der leidenden Mutter Freude und Trost zuläutete, als ihr das Kind geboren wurde, arm im armen Hause, einst der reiche Mann, dessen Schätze die Welt segnet er der Dichter des edlen weiblichen Herzens, der Sängers des Großen und Herrlichen, Johann Christoph Friedrich Schiller* .

H.C. Andersen.

 

Den gamle Kirkeklokke

I det tydske Land Würtemberg, hvor Akasietræerne saa deiligt blomstre ved Landeveien og Æble- og Pæretræerne bugne i Høst ved den modne Velsignelse, ligger en lille By, Marbach; den hører til de ganske ringe Stæder, men smukt ligger den ved Neckarfloden, der skynder sig forbi Byer, gamle Ridderborge og grønne Viinbjerge, for at blande sine Vande med den stolte Rhinstrøm.
Det var seent paa Aaret, Viinløvet hang med røde Blade, Regnbyger faldt, og den kolde Blæst tog til; det var ikke den fornøieligste Tid for de Fattige; det blev mørke Dage, og mørkere endnu var der inde i de gamle, smaa Huse. Et af disse laae med Gavlen ud mod Gaden, med lave Vinduer, fattigt og ringe at see til, og det var da ogsaa Familien, som boede der, men brav og flittig; dertil med Gudsfrygt i Hjertets Skatkammer. Eet Barn til vilde Vorherre snart forunde dem; det var Timen, Moderen laae i Smerte og Nød, da lød ind til hende fra Kirketaarnet Klokkeklang, saa dyb, saa festlig, det var en Høitidsstund, og Klokkens Lyd fyldte den Bedende med Andagt og Tro; Tankerne løftede sig saa inderligt mod Gud, og i samme Stund fødte hun sin lille Søn og følte sig saa uendelig glad. Klokken i Taarnet syntes at ringe hendes Glæde ud over By og Land. To klare Barneøine saae paa hende, og den Lilles Haar skinnede, som om det var forgyldt; Barnet blev modtaget i Verden med Klokkeklang paa den mørke Novemberdag; Moder og Fader kyssede det, og i deres Bibel skrev de ind, at "den tiende November 1759 gav Gud os en Søn," og siden blev tilføiet, at han i Daaben fik Navnene "Johan Christoph Friedrich".
Hvad blev der af den lille Fyr, den fattige Dreng fra det ringe Marbach? Ja, det vidste Ingen dengang, selv ikke den gamle Kirkeklokke, ihvor høit den hang og havde runget og sjunget først for ham, der siden skulde synge den deiligste Sang om "Klokken".
Og den Lille voxede og Verden voxede for ham; vel flyttede Forældrene til en anden By, men kjære Venner bleve i det lille Marbach, og derfor kom ogsaa Moder og Søn der i Besøg en Dag; Drengen var endnu kun sex Aar, men han kjendte allerede endeel til Bibelen og de fromme Psalmer, han havde alt mangen Aften fra sin lille Rørstol hørt Fader læse Gellerts* Fabler og Sangen om Messias; hede Taarer havde han og den toaar ældre Søster grædt ved Læsningen om ham, der led Korsets Død til Frelse for os Alle.
Ved det første Besøg i Marbach havde Byen ikke stort forandret sig, det var jo heller ikke saa meget længe siden, de droge bort; Husene stode som før med spidse Gavle, heldende Mure og lave Vinduer; paa Kirkegaarden vare komme nye Grave til, og der, lige op til Muren, stod nu nede i Græsset den gamle Klokke, den var falden ned fra sin Høide, havde faaet en Sprække og kunde ikke ringe meer, en ny var ogsaa kommen i dens Sted.
Moder og Søn vare traadte ind paa Kirkegaarden, de stode foran den gamle Klokke, og Moderen fortalte sin lille Dreng, hvorledes den Klokke i flere hundrede Aar havde gjort Gavn, ringet til Barnedaab, til Bryllupsglæde og Begravelse; den havde mælet om Festglæde og Ildens Rædsler; ja Klokken sang ud et heelt Menneskeliv. Og aldrig glemte Barnet hvad Moderen fortalte, det klang i hans Bryst, til han som Mand maatte synge det ud. Og Moderen fortalte ham, hvorledes denne gamle Kirkeklokke havde ringet Trøst og Glæde til hende i Angestens Time, runget og sjunget, da hendes lille Dreng blev givet hende. Og Barnet saae næsten med Andagt paa den store, gamle Klokke, han bøiede sig ned og kyssede den, ihvor gammel, sprukken og henkastet den end her stod imellem Græs og Nelder.
I Minde blev den hos den lille Dreng, der i Fattigdom skød op; lang og mager, rødlig af Haar, fregnet i Ansigtet, ja det var han, men to klare Øine, som det dybe Vand, havde han i Eie. Hvorledes gik det ham? Det gik ham godt, misundelsesværdigt godt! han var i høieste Naade taget op i den militaire Skole i Afdelingen, hvor de finere Folks Børn vare, og det var en Hæder, en Lykke; han gik med Støvletter, stivt Halsbind og puddret Paryk. Lærdommen fik han, og den kom under "Marsch!" "Holdt!" "Front!" Det kunde der nok komme Noget ud af.
 Den gamle Kirkeklokke, gjemt og glemt, vilde vel engang komme i Smelteovnen, hvad kom der saa ud af den? Ja det var det umuligt at sige, og det var heller ikke muligt at sige, hvad der vilde komme af den Klokke inde i det unge Bryst, der var en Malm derinde, den rungede, den maatte klinge ud i den vide Verden, og jo snevrere der blev bag Skolens Muur og jo mere døvende der lød "Marsch!" Holdt! Front!", des stærkere klang det i Ungersvendens Bryst, og han sang det for Kammeraternes Kreds, og Klangen lød ud over Landets Grændser; men derfor havde han ikke faaet Skolegang, Klæder og Føde; Nummeret havde han til den Nagle, han skulde være i det store Uhrværk, vi Alle skulde høre til i den haandgribelige Nytte. - Hvorlidet forstaae vi os selv, hvorledes skulde da de Andre, selv de Bedste, altid forstaae os! Men det er ved Trykket just at Ædelstenen skabes. Trykket var her, mon i Tidens Løb Verden skulde kjende Ædelstenen?
Der var stor Festlighed i Landsherrens Hovedstad. Tusinde Lamper lyste, Raketterne straalede; den Glands mindes endnu ved ham, der da i Taarer og Smerte uændset søgte at naae fremmed Grund; han maatte fra Fædreland, Moder, alle sine Kjære, eller forgaae i Almindelighedens Strøm.
Den gamle Klokke havde det godt, den stod i Læ ved Marbachs Kirkemuur, gjemt, glemt! Vinden foer hen over den og kunde have fortalt om ham, ved hvis Fødsel Klokken ringede, fortalt, hvor koldt den havde blæst hen over ham, nys han udmattet af Træthed sank ned i Nabolandets Skov, hvor hele hans Rigdom og Fremtids Haab kun vare skrevne Blade om "Fiesko"; Vinden kunde have fortalt om de eneste Beskyttere, Konstnere jo Allesammen, der snege sig bort fra Læsningen deraf og legede ved Keglespillet. Vinden kunde melde om den blege Flygtning, der levede Uger, Maaneder i det fattige Krohuus, hvor Verten støiede og drak, hvor der var raa Lystighed, medens han sang om Idealet. Tunge Dage, mørke Dage! selv maa Hjertet lide og prøve hvad det skal synge ud.
Mørke Dage, kolde Nætter gik over den gamle Klokke; den fornam det ikke, men Klokken i Menneskets Bryst fornemmer sin trange Tid. Hvor gik det den unge Mand? Hvor gik det den gamle Klokke? Ja Klokken kom langveis bort, længere end den fra sin Høihed i Taarnet havde kunnet høres; den unge Mand, ja Klokken i hans Bryst lød længere bort end hans Fod skulde vandre og hans Øine see, den rungede og ringer endnu ud over Verdenshavet, Jorden rundt. Hør nu først om Klokken! Den kom fra Marbach, solgt blev den som gammelt Kobber og skulde i Smelteovnen inde i det bayerske Land. Hvorledes kom den derhen og naar? Ja, det maa Klokken selv fortælle, om den kan, det er ikke af stor Vigtighed; men vist er det, den kom til Bayerns Kongestad; mange Aar vare gaaede siden den faldt fra Taarnet, nu skulde den smeltes, skulde med i Støbning af et stort Hæders-Monument, Skikkelsen af en Storhed for det tydske Folk og Land. Hør nu, hvorledes det traf, underligt og deiligt gaaer det dog til i denne Verden! Oppe i Danmark, paa en af de grønne Øer, hvor Bøgen groer og hvor der er de mange Kæmpegrave, var der en ganske fattig Dreng, der havde gaaet i Træskoe, baaret Mad i et gammelt Klæde til sin Fader, der gik og snittede paa Holmen; det fattige Barn var blevet sit Lands Stolthed, han huggede i Marmor Herligheder, saa at Verden undrede sig derover, og ham var det just, der fik det Hædershverv af forme i Leret en Storheds, Skjønheds Skikkelse, der kunde støbes i Malm, Billedet af ham, hvis Navn Faderen havde nedskrevet i sin Bibel: Johan Christoph Friedrich.
Og Malmet flød glødende ind i Formen, den gamle Kirkeklokke - ja, Ingen tænkte paa dens Hjemstavn og hendøde Klingen, Klokken flød med i Formen og dannede Hoved og Bryst paa Statuen, som den nu afsløret staaer i Stuttgart foran det gamle Slot, paa Pladsen hvor han, den forestiller, gik lyslevende, i Kamp og Stræben, trykket af Verden udenom, han, Drengen fra Marbach, Eleven fra Carls-Skolen, Flygtningen, Tydsklands store, udødelige Digter, der sang om Schweiz's Befrier og Frankrigs gudbegeistrede Jomfru.
Det var en deilig Solskinsdag, Faner vaiede fra Taarn og Tage i det kongelige Stuttgart, Kirkeklokkerne ringede til Fest og Glæde, kun een Klokke taug, den lyste i det klare Solskin, lyste fra Ansigt og Bryst i Hædersskikkelsen; det var netop hundrede Aar fra den Dag, Klokken i Marbachs Taarn ringede Glæde og Trøst til den lidende Moder, der fødte sit Barn, fattig i det fattige Huus, engang den rige Mand, hvis Skatte Verden velsigner; han, det ædle Qvindehjertes Digter, det Stores og Herliges Sanger, Johan Christoph Friedrich Schiller* .

Klassik Stiftung Weimar. Formentlig H.C. Andersens egen oversættelse, som han iflg. almanakken sendte  [1860-04-23]  Den danske oversættelse er fra DSL udgaven på KB: http://wayback-01.kb.dk/wayback/20101103141123/http://www2.kb.dk/elib/lit/dan/andersen/eventyr.dsl/hcaev128.htm

Friedrich Anton Serres håndskrift, og Fru Serre læste op – iflg. BrevID 18186

 

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