Dato: 6. maj 1842
Fra: Conrad Rantzau-Breitenburg   Til: H.C. Andersen
Sprog: tysk.

Breitenburg, den 7. Mai 1842.

Ew. Wohlgeboren

bin ich außerordentlich dankbar für Ihren gütigen, freundlichen Brief und daß Sie mir einen Teil Ihrer neuesten Schrift dediziert haben, worauf ich in der Tat recht stolz bin. Ich habe das Buch erst eben erhalten, es also noch nicht gelesen, es verlangt mich aber recht sehr nach dieser Lektür, denn Sie wissen, mit welchem hohen Interesse und großen Vergnügen ich alles lese, was Sie geschrieben haben. Es macht mir eine außerordentliche Freude, als ich einmml in den Zeitungen sogar von Konstantinopel aus Ihren Namen mit Ruhm erwähnt fand, bedauerte es aber sehr, daß ein Mißverständnis mir das Vergnügen beraubte, Sie auf Ihrer Rückreise hier bei mir zu sehen. Auch die Ihnen bekannten jungen Damen (die Töchter des Itzehoer Postmeisters von Krogh) haben das sehr beklagt. Wir hatten uns schon lange darauf gefreut, Sie von Ihrer interessanten Reise erzählen zu hören. Kommen Sie dafür jetzt im Sommer recht bald zu mir und hören hier die Nachtigall dingen. Ich werde dann Ihre Reisebeschreibung gelesen haben und Ihnen für dies Vergnügen, sowie für alle Ihre Güte und Freundschaft meinen herzlichen Dank, mit der Versicherung meiner wahren, innigen Hochachtung und aufrichtigen Freundschaft, wiederholen, womit ich die Ehre habe zu sein

Ihr gehorsamer

K G Rantzau

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[Kladde]

Ew. Wohlgeboren

bin ich außerordentlich dankbar für Ihren gütigen, freundlichen Brief und daß Sie mir einen Teil Ihrer neuesten Schrift gewidmett haben, worauf ich wirklich recht stolz bin. Ich habe das Buch erst eben erhalten, es also noch nicht gelesen, es verlangt mich aber recht sehr nach diesem Lesen [durchgestrichen: ich freue mich aber wie ein Kind darauf , es hier in meinerländlichen Einsamkeit durchzulesen], denn Sie wissen, mit welchem hohen Interesse und großem Vergnügen ich alles lese, was Sie geschrieben haben.

Es macht mir eine große Freude, als ich einmal in den Zeitungen [durchgestrichen: Ihren Namen auch} sogar von Constantinopel aus Ihren Namen mit Ruhm erwähnt fand, bedauere es aber sehr, daß ein Mißverständnis mir das Vergnügen beraubte, Sie auf Ihrer Rückreise hier bei mir zu sehen. Auch die Ihnen bekannten jungen Damen aus Itzehoe [die Töchter des Itzehoer Postmeisters von Krogh] haben das sehr beklagt. Wir hatten uns schon lange darauf gefreut, Sie von Ihrer interessanten Reise erzählen zu hören. Kommen Sie dafür jetzt im Sommer recht bald [durchgestrichen: einmal] zu uns und hören Sie die Nachtigall singen.

Ich werde Ihnen sagen, mit welchem großen Vergnügen ich Ihre Reisebeschreibung gelesen habe [durchgestrichen: Beschreibung gelesen] und Ihnen für dies Vergnügen und für alle Ihre Güte und Freundschaft meinen herzlichen Dank und die Versicherung meiner innigen Hochachtung und unbrüchligen Freundschaft wiederhole, womit ich die Ehre habe zu sein

Ihr gehorsamer

[Unterschrift fehlt]

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