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Dato: 6. februar 1848
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Alexander
Sprog: dansk, tysk.

56 Andersen an Carl Alexander

Kopenhagen 6 Februar 1848

Mein lieber theurer Erbgroherzog! Sie haben mir wieder eine Freude schenken wollen, Sie haben mir wieder gezeigt wie innig und aufrigtig Sie an mich denken; Sie haben mir unendlich froh gemacht, was soll ich wiedergeben knnen - mein ganzes Herz und meine innigste Liebe haben Sie schon lange und fr immer erhalten. Ihr Brief war so liebvoll, er leuchtet in meinen Gedanken ebenso stark wie das Ehrenzeichen, welches mich glcklich macht; ein Ehrenzeichen aus dem Dichter-Heimath: Weimar, und ich wei, da es durch ein frstliches Herz gegeben ist, durch ein echter edler Sinn, von denen es nicht viele giebt. Danke! Danke! im Gedanken drcke ich Ihre treue Hand und sehe Ihnen in die ehrliche(n) klaren Augen hinein! O mein hoher Frst, mein lieber theurer Freund, Gott segne und erfreue Sie! Hier kann ich es nicht besser sagen, aber Sie werden es fhlen, und mich verstehen! Ich werde als ein ehrlicher Ritter ber das gesegnete weimarsche Haus wachen, und es lieben im Leben und Sterben. Zu Ihrem Groherzoglichen Vater habe ich heute geschrieben und Ihm mein tiefgefhlter Dank ausgesprochen; ich habe freilich nicht zu Ihm wie zu Ihnen schreiben knnen, und dann geht die Innigkeit im Ausdruck zum Theil verloren in die Formen der Ehrerbietung, aber er wird meine Freude und Dankbarkeit erkennen und Ihr Knigliche Hoheit werden Ihm und der Kaiserlichen Hoheit dieselben auch gtigst besorgen. Sagen Sie den beiden hohen Eltern / wie dankbar froh ich bin. -

Wie ein Sonnenstrahl kam dieses Zeichen des Lebens Ermunterung fr mich, in diesen dsteren Tagen in Danemark. Ach ich habe so viel in den lieben Konig verloren, nicht in Beziehung des Vortheils, das ist einerlei! nein, aber ich habe einen theilnehmenden Freund in ihn verloren, wenn ich diese Benennung von meinem Konig gebrauchen darf. In dem letzten Jahre, von der Zeit, da er meine Biographie gelesen, zeigte er mir neue Theilnahme und eine auserordenliche Freundlichkeit. - Er war so liebenswrdig in seinem Hause; die Abende, im kleinen Kreise, bei der Koniginn, waren so geistreich, und er hatte das edleste Herz! ich war zum letzten Mahle bei ihm im December. "Wir sehen uns bald wieder!" waren die letzten Worte, welche er mir freundlich zunickte. In welcher Spannung bin ich in den letzten zwei Tagen seiner Krankheit gewesen. Groe Volksmenge stand, angst und erwartungsvolle vor dem Sloe. O ich habe um ihn geweint wie fr ein Freund, wie fr ein Vater. Viele Thrnen sind im Lande fr ihn geweint. Er war aufgeklrt, edel und gut, er wollte nur das Beste. Ich wnschte nur da Sie, mein Hoher Freund, ihn gekannt hatte. Die arme Koniginn ist sehr leidend, mit ihrer ganzer Seele liebte sie den Konig. Sie ist jetzt so einsam, sie kann nicht weinen, nicht schlafen, sie ist in wenigen Tagen alt geworden. Ach es sind dstre Zeiten.

Um 25 Februar wird die Konigliche Leiche in Roeskilde beigesetzt; am 3 Martz fengt das gewonliche Leben wieder an, die Theatern werden gefnet - aber meinen geliebten / Konig sehe ich nicht mehr.

Im Sommer gehe ich, wiles Gott, auf ein Monath nach Stockholm, den Dichter Kammerherre v. Beskow und das Freulein Frederike Bremer mchte ich gerne besuchen, sie haben beyde eine warme, herzliche Freundschaft fr mich; im September wird d: groe oldenborgsche Fest in Kopenhagen (eingefgt: in Kopenhagen) gefeiert, die mchte ich beiwohnen, wenn dann das Laub bunt wird, mchte ich gerne nach Italien, aber dahin geht der Weg ber Deutschland, und Deutschland ist Weimar. Doch der liebe Gott kann vieles geschehen lassen bevor. Ihr(e) Konigliche Hoheit danke ich fr die freundliche Interesse fr den "Mulatten", ich werde froh seyn wenn ich hre da derselbe auf d(ie) weimarsche Bhne gebracht ist, und sehr glcklich wenn ich hre, da Sie, mein hoher Herr, Vergngen davon habe. Bald wird eine Beilage zu den gesammelten Schriften folgen; in diesen werden Sie die sechs neuesten Mhrchen finden, spter kommt die illustrirte Ausgabe der gesamten Mhrchen. Gestern habe ich einen sehr interessanten Brief von Charles Dickens, er ist sehr entzckt ber "das alte Haus" eine meiner letzten Mhrchen. Auch gestern habe ich Brief von der Frederike Bremer, sie hat eben einen neuen Romane beendigt, "Syskonde Lif" das ist: Geschwister Leben.

Wollen Sie mich in gndigster Erinnerunge bei Ihre Konigl: Hoheit die Frau Erbgroherzoginn bringen.

Wenn Lis(z)t in Weimar lebt, gebe ich ihm eine Scala von Gruen. Ihr: Konigliche Hoheit treu, ergebener H.C. Andersen

Tekst fra: Ivy York Mller-Christensen

[dansk kladde]

Min kjre dyrebare Arvestorhertug!

De have villet skjnke mig en Glde; De har i gjen viist meg hvor inderligt og oprigtigt De tnker paa mig, De har gjort mig uendelig glad, [overstr: ved at de saaledes] hvad skal jeg kunde give igjen - mit hele Hjerte min inderligste Kjrlighed har De forlnge siden faaet og det for alle Dage. Deres Brev var saa velsignet, det lyste i min Tanke ligesaa meget som det Ordenstegn, der gjr mig lykkelig; det er en Orden fra Gthe og Schillers By, fra Digterhjemmet Weimar og jeg veed at det er givet mig med et frsteligt Hjerte, [overstr: som gjlder nogen] veed et gte delt Sind, som ikke mange gives! Tak! Tak! i Tanken trykker jeg Deres trofaste Haand og seer da ind i de rlige klare ine, o min hie Fyrste, min kjre, kjre elskelige Ven Gud velsigne og glde Dem; her kan jeg ikke sige det bedre, men De vil fle det, De vil forstaae mig! Jeg skal som en rlig Ridder vaage om det kjre velsignede Weimarske Huus, elske det i Liv og Dd! Til Deres storhertugelige Fader har jeg skrevet i Dag; og bragt min dybflte Tak, jeg har naturligviis ikke kunnet skrive til ham som til Dem, og saa gaaer Inderlighed i Udtrykket saa meget bort i rbdigheds Form, nu han vil see min Glde og Hengivenhed og Deres kongelige Hihed vil ogsaa bevidne den til ham og til H. K. Hihed.

jeg seer i Tanken Dem sige hende det og seer hendes milde moderlige Smiil. Siig begge, de hie Forldre hvor taknemlig glad jeg er! [overstr: hvor jeg bevges] Som en Solstraale kom dette Tegn paa Livs-Opmuntring for mig i disse mrke Dage i Danmark.

O, jeg har mistet saa meget i min elskede Konge, ikke mener jeg hvad Verden kalder Fordeel og Gavn, det er det samme, nei men jeg har mistet en ophiet, deeltagende Ven, omjeg tr bruge dette Ord om min Konge. I det sidste Aarstid, fra den Tid han havde lst min Biographi, viiste han mig en Deeltagelse, en uendelig Venlighed, han var saa elskelig i sit Hjem, Aftener i den lille Kreds hos Dronningen saa aandfulde, og han var det dleste hjerte! jeg var sidste Gan hos ham i December; vi sees snart igen" var de sidste Ord han tilnikkede mig da jeg ud paa Aftenen gik bort. Og jeg saa ham ikke siden; hvilken Angest og Spnding gik jeg de sidste to Dage han laae syg; ja hele Skarer gik i Angest uden for Slottet; O jeg har grdt for ham, som for en Ven, for en Fader! Mange Taarer er grdt for ham i Landet. Han var oplyst, del god, vilde kun det bedste! Gid De havde lrt at kjende ham, min hie Ven! Den stakkels Dron er meget lidende, med hele sin Sjl elskede hun Kongen - og saa op til ham. Hun er nu saa ene, hun kan ikke grde, ikke sove, er i faae Dage blevet gammel, at det er mrke Dage! [overstr: Deres kongelige Hihed tilgive jeg trder] /

Den 25, troer jeg, er Bisttelsen i Roeskilde, den 6te [overstr: September] Martz begynder igjen det sdvanlige Liv, Theatrene aabner men jeg seer ikke mere min elskede Konge Ch VIII.

[Overstr: I Sommer I Sommer tnker jeg paa at tage til Stockholm. Gid jeg maatte hre at Deres Kongelige Hihed havde den samme Tanke. Digteren Kammerherre Beskow som jeg staaer i venskabelig Brevvexling med snart skriver]

I sommeren tnker jeg for en Maaneds Tid at reise til Stockholm. Digteren Kammerherre Beskov [overstr: som jeg staaer i Venskab] og Frederika Bremer vil jeg gjerne besge, de have varmt hjerteligt Venskab for mig, i September indtrffer den store oldenborgske Fest her i Danmark som interesserer mig, som dansk, naar da Lvet bliver broget, vil jeg gjerne til Italien, men derhen gaaer Veien over Tydskland og Tydskland, det er Weimar; jeg ser ikke Elben uden jeg seer mit andet Hjem, seer Dem min elskede Frste. Dog Gud kan lade skee meget fr den Tid; Deres K. Hihed takker jeg for Deres Omhue for Mulatten, jeg skal blive meget glad ved at hre den bragt paa Weimars Scene og uendelig lykkelig naar jeg hrer at De min hie Herre har Glde deraf! Snart kommer et [overstr: samlende] Bilag til de samlede Skrifter i dette finder De mine 6 nyeste Eventyr. - og Senere vil D K erholde de illustrerede samlede Eventyr. Vil D. K. bringe mig i naadig Erindring hos H. K. Arvestorhertuginden. Er Lit i W da en heel Skala af Hilsener - -

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscanning 12.10-12)