DA | EN
The Hans Christian Andersen Center

The very first publishing of Hans Christian Andersen's poem "The dying child" was in German, translated by Ludolph Schley. It was printed in the summer of 1827. In 1853, the poem was translated into German again, for Smtliche Werke. This translation differs substantially from Schley's. Read more about "The dying child"..

Das sterbende Kind

[unknown translator – from H.C. Andersen. Smtliche Werke, Lorck, Leipzig 1853, vol. 7, p. 374].

Mutter, ich bin mde und ich sehne
Mich, zu schlafen an dem Herzen Dir.
Hei auf mein Gesicht fllt Deine Thrne,
Weine lnger nicht, versprich es mir!
Hier ist's kalt und drauen Strme wehen,
Doch im Traum ist Alles licht und klar.
Engelskindlein hab' ich dort gesehen
Immer, wenn mein Aug' geschlossen war.

Horch, Musik! Von ferne klingt es leise;
Ach! zu meiner Seite steht ein Knab',
Flgel hat er, Mutter, schne weie,
Die gewi der liebe Gott ihm gab.
Grn und roth und golden seh' ich's schweben:
Blumen streu'n sie mit den Hnden fein.
Sag', bekomm' ich Flgel auch im Leben,
Oder mu ich erst gestorben sein?

Warum hltst Du meine Hand so bange,
Drckst den Mund so fest auf mein Gesicht?
Na, doch feuerhei ist Deine Wange.
Mutter, ich bin Dein und la Dich nicht.
O la Deine Thrnen nicht mehr flieen,
Weinst Du lnger, weinen mu auch ich.
Bin so md; mein Auge will sich schlieen,
Mutter, sieh, nun kt der Engel mich!

   Top