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Dato: 21. december 1850
Fra: H.C. Andersen   Til: Carl Alexander
Sprog: dansk, tysk.

85 Andersen an Carl Alexander

Kopenhagen 21 December 1850.

Mein lieber, theurer Erbgroherzog! Die Weinachten nhern sich, die kindlichen, glcklichen Weinachten; in allen Husern schmckt man die Beume; auch in dem groherzoglichen Schlo zu Weimar steht der Christbaum, dann herrscht die Freude bei Kleinen und Groen, an diesem des Jahres schnsten Mhrchen Abend, diesem auch fr die Groen echten Kinder-Abend. Dank fr Ihre Freundschaft in dem alten Jahre; mge das neue sich hell und glcklich fr uns Alle gestalten. Seit dem ich das letzte Mal schrieb, ist eine lange Zeit verfloen - sonderbar genug, so lang, da ich eine groe Reise htte machen knnen, whrend ich mein Stbchen nur verlie um mich innerhalb der Wllen Kopenhagens zu bewegen. Und doch bin ich weit herum gewesen in einer neuen Welt, welche einer meiner ltesten Freunde, unser berhmte H.C. rsted fr mich geffnet hat. Im Anfange dieses Jahres erschien sein Werk: Der Geist in der Natur, ich habe dieses Werkes frher erwhnt - es ist eine Schrift nahe verwandt mit Humbolds Cosmos, und doch entfernt davon. Ich bin 45 Jahre alt, aber ich fhle mich in mehreren Beziehungen oft wie einen Zwanzigjhrigen. Ich glaube, da ich als Dichter mehrere Stadien durchzugehen habe, und da ich mittelst rsteds Schrift bis zu einem von diesen gelangt bin. Diese Schrift hat eine Sehnsucht nach der Wissenschaft in mir erweckt, und ich habe in dieser Beziehung in der jngsten Zeit vieles gelesen, was mich allerdings in der Productivitet, und / so auch in der Korrespondenz mit meinen Freunden gestrt; rsted war mir immer gut, er ist in vielen Jahren mein wahrer Freund; allein jetzt steht er mir noch nher; mein aufrichtiges Streben hat er verstanden. Unter diesem Entwicklungs-Proce ist meine letzte Schrift: "In Schweden" verndert und wieder verndert worden. Wenn Sie, mein hoher Freund, im Anfang des nchsten Jahres, diese Schrift sehen, werden einige Abtheilungen derselben Ihnen zeigen wie das Leben und die Welt jetzt sich in mir abspiegeln. Seien Sie sich (eingefgt: sich) aber nicht besorgt, ich solle das frische Leben der Poesie verlassen um mich nach den Gegenden der Philosophie zu begeben oder gar um Lehrgedichte zuschreiben; das kann nicht geschehen. Fr mich ist das mennschliche Herz die Wunderlampe der Poesie, die ich festhalte; und stehe ich wie Aladdin mit dieser Lampe in der strahlende Hhle der Wissenschaft, dann sollen die Naturkrfte mich nicht zu ihrem Diener machen knnen; nein, ich will die Geister hervorrufen, welche auf mein Gebot mir ein neues Schlo der Poesie aufbauen mssen. Mit rsted habe ich oft viele lehrreiche Unterredungen; ich bitte, lesen Sie sein Werk; es wird seinen Eindruck nicht verfehlen, und Sie, mein hoher, theurer Freund, werden den Mann lieb gewinnen. So eben wurde seine 50 jhriges Jubileum als Lehrer bei der Universitt in Kopenhagen gefeiert; die Benutzung der schnen Villa, welche ehlenschlger frher bewohnt, wurde ihm fr seine Lebenszeit geschenkt; von allen Zweigen der Intelligenz wurde er gefeiert und geehrt; der Knig verlieh ihm das Prdicat Excellenz. Es wurde mir bertragen, sein Portrait mit einigen Versen zu begleiten; sie lauten in Prosa so:

Als der Gedanken Blitz aus deiner Stirn entsprang,

Bekam die Wissenschaft eine grere Sehkraft! /

Einen unermelichen Schatz gabst Du dem Lndern der Welt,

Und durch al das Schne in dem Wahren

Zu Gott Du fhrst uns mit offenem Blicke. -

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- Jenny Lind hat in einem ganzen Jahre gar nichts von sich hren lassen; nur die Zeitungen erzhlen mir von ihr und von dem Mnade-wilden Yankees. Frederika Bremer ist auch in Nordamerika und bleibt da bis zum Frhling; sie hat aber doch an rsted und an mich geschrieben; meine Schriften, sagt sie sind sehr beliebt da, und ich habe viele Freunde dort; ich werde sie aber niemals sehen; Das groe Meer ist mir ein Schrecken, seine Beweglichkeit macht mich leiden; und doch liebe ich das Meer, das heit, wenn ich auf trockenen, festen Boden stehe. Meine Reise-Sehnsucht geht nicht nach den Westen, es mchte dann seyn nach Engelland; nein nach dem Sden will ich, nach Italien, und dahin geht der Weg ber Weimar.

In einem Wiener Taschenbuch: "Gedenke mein" 1851, steht eine Nowelle: "Der Ansiedler auf den Halligen", von Klara von Massow, aber der Held diese Nowelle bin ich, Hans Christian Andersen, es ist etwas sehr dreistig mich so zu darstellen, denn ich lebe noch, lesen Sie, mein hoher Freund doch dieses eigene Geschichte.

Der Bildhauer Jerichau geht bald wieder nach Rom; vor seiner Abreise wnscht er meine Portraitbste zu machen. Seine Frau hat eine Portraitgemhlde von mir fertig; dieses und ein gleiches von der Koniginn Carolin(e) Amali(e) nimt sie mit nach London; bei der groen Ausstellung werden Eure Konigl: Hoheit, wenn Sie zu der Zeit da sind, die beiden Gemhlden sehen knnen.

In diesem "Jahre" werde ich zum ersten Mal in vielen Jahren die Weinachtszeit in Kopenhagen zu bringen; frher lebte ich zu der Zeit acht buntenwechselnden schne Tage beim Grafen Moltke auf Bregentved; jetzt ist da ein Trauerhaus. / Ein Sohn, der als freiwilliger Husar diente, ist auf dem Lazarethe an dem Typhus gestorben; er war ein herzlich guter Sohn, ein lieber Junge, bei den Weinachtsfrlichkeiten der Frhlichste.

Von dem Weihnachtsbaum in Kopenhagen fliegen meine Gedanken nach dem Schloe im Weimar, wo glckliche Kinder, glckliche Aeltern und Groaeltern sich um das Christbaum sammeln. Gott segne Sie und erfreu Sie Alle! Frohe Weinacht, glckliches Neujahr wnscht

Ihr herzlich ergebener

H.C. Andersen

Tekst fra: Ivy York Mller-Christensen

Min dyrebare Arvestorhertug!

Julen kommer, den barnlige, lykkelige Juul; i alle Huse pynte Juletrerne, ogsaa i Weimar paa det storhertugelige Slot staar Christustret; det er Glde for Smaa og Store, det er Aarets smukkeste EventyrAften, det er en gte Barne-Aften ogsaa for de voxne; jeg er med Tanken hos dem min hie Ven, EventyrDigteren staar usynlig i Kredsen; Tak for Deres Venskab og Hjertelag mod mig i det gamle Aar, et lyst og lykkeligt rulle op i det nye, som kommer. Siden jeg skrev sidst er gaaet en Tid, ja, jeg bliver selv underlig ved at tnke at den er gaaet, en lang Reise kunde jeg have gjort, og har dog ikke bevget mig uden for Kjbenhavns Volde, besgt en og anden af Vennerne der og ivrigt levet i min lille Stue, og dog har jeg vret vidt omkring ien ny Verden, som een af mine ldste Venner vor bermte rsted har aabnet for mig. I Begyndelsen udkom hans Vrk: Aanden i Naturen, jeg har nvnet det tidligere for Deres kongelige Hihed; det er en bog, meget beslgtet med Humboldts Cosmos og dog anderledes; jeg er rigtignok allerede 45 Aar, men i mit Indre er jeg tidt kun tyve; jeg troer endnu at jeg som Digter har flere Stadier at gjennemgaae, og til at [overstr: saadanne] af disse, har rsteds Bog lftet mig, den har skabt en Trang efter at trnge ind i Videnskaben, og jeg har i den sidste Tid lst meget i denne / Retning, der har standset for en Deel min Produktivitet, ja sat hen i Fremtiden, min Brevvexling med mine Allerkjreste; rsted har altid holdt af mig, vi ere i mange Aar Venner, men han er endnu mere traadt mig nr, ved at forstaae min oprigtige Strben; min senest skrevne Bog, "i Sverrig", er under denne Udviklings Proses, omskrevet og atter omskrevet, et Par Afdelinger deri, vil naar De, min hie Ven, i Begyndelsen af 1851 seer Bogen, vise Dem hvorledes Livet og Verden afspeiler sig i mig.

Bliv imidlertid ikke ngstelig for at jeg for poetisk Friskhed slaaer over paa det Philosophiske eller skriver Lredigte, [overstr: nei den Retning har jeg ikke] det kan ikke skee; for mig er det menneskelige Hjerte den Poesiens Lampe jeg holder fast paa og staaer jeg med den som en Aladdin i Videnskabens straalende Hule, da vil ikke Naturkrfterne der gjre mig til den der maa trde i deres Tjeneste, nu jeg vil der kun kalde de Aander frem, der paa mit Bud maa bygge mig et nyt Poesiens Slot. Med rsted har jeg ofte mange mig lrerige Samtaler; Deres kongelige Hihed beder jeg at lse hans Bog; de vil blive opfyldt af den og faae Manden kjr. Nylig feiredes her i Kjbenhavn hans halvtredsinstyvende Leveaar ved Universitetet [overstr: og] Staden skjnkede ham [overstr: det] saa lnge han lever det smukke Sommer Villa, Kong Christian den 8de tidligere forundte ehlenschlager at beboe. Al Intelligensen bragte rsted Hyldest og Hder, Studenterner gav ham Fakkeltog og / Sange. Han blev den Dag af Kongen udnvnet til Excellense. Paa et Portrt af ham der udkom, blev det overdraget mig i nogle faae Linier at der kunde staae neden under; jeg give rher i ProsaOversttelse ordret mit lille Vers:

Da Tanke Lynet udsprang fra din Pande,

En Strre Seekraft Videnskaben fik,

En umaalt Skat Du gav til Verdens Lande,

Og gjennem Alt det Skjnne i det Sande,

Til Gud Du frer os med aabent Blik.

Fra Jenny Lind har jeg ikke hrt et Ord i et heelt Aar, men Aviserne fortller mig om hende, og om de uendelig mnade vilde Yanker; hendes Landsmandinde, Fredrika Bremer, der ogsaa er i Nordamerika og bliver der til Vaaren har derimod skrevet baade til rsted og mig! mine Bger fortller hun ere meget lste og afholdte i Nordamerika, jeg skal have mange Venner der men jeg faaer dem aldrig at see, det store Vand er mig en Skrk, jeg lider for meget ved dets Livlighed; og dog elsker jeg det, det vilsige, naar jeg staaer paa det Trre, paa fast Grund. Min Reise-Lngsel gaaer ikke mod Vesten, det skulde da vre den lille Flugt til Engeland, nei mod Syden vil jeg, til Italien, [overstr: mit mod Syden] og Veien did gaaer gjennem Weimar!

Jerichau, Billedhuggeren, gaaer snart igjen til Rom, fr han reiser har han bedet mig at sidde for sig, han vil gjre min Buste; hans Kone har nylig fuldendt mit Portrt i fuld Strrelse, det og Dronningens srdeles skjnne Billede, tager hun, i Februar med til London, kommer Deres kongelige Hihed der den store Udstillings Tid, maaskee de to Portrtter da kommer dem for ine.

Denne Juul er den frste i mange Aar, jeg tilbringer i Byen, altid fr var det otte brogetvexlende Smukke Dage hos Grev Moltkes paa Bregentved, denne Juul er der Srgehuus, n af de voxne Snner der tjente i / Husarerne er dd af Thyphus; han var en kjrlig Sn, et elskvrdig Yngling og ved Jule-Glden, [overstr: var bedste brugt] den Bedste til at bringe Liv og Glde i det lille Lystpil vi da altid fik i Stuen. Fra Juletret her i Byen flyver min Tanke til Juletret paa Weimar Slot, hvor lykkelige Brn og lykkelige Forldre og Bedsteforldre mdes. Gud velsigne og glde Dem Alle! En deilig Juul, og et lykkeligt Nytaar.

Deres kongelige Hiheds hjertelig hengivne &

En FrdrelandsSang jeg har skrevet som her er blevet meget erkjendt, er nylig oversat i svensk, jeg giver en Afskrift, men uagtet Oversttelsen er givet med Kjrlighed den er dog ikke Originalen.

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 12, 25-28)