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Dato: 11. september 1847
Fra: H.C. Andersen   Til: Alexander von Beaulieu-Marconnay
Sprog: tysk.

Im Hause des Bruders Weimar 11 Sept. 1847.

Theurer Freund !

In London habe ich Ihren herzlichen Brief empfangen und gerne hatte ich gleich geantwortet, gleich meinen Dank, meine Freude ausgesprochen, aber ich wr wie in einem Strudel, keine Momente war da wo ich ruhig sitzen konnte und mit Ihnen sprechen. London ist eine Welt, undi ch bin kein Atlas. Gesellschaften bis frh Morgen, Saufen und Brausen in Strassen, Paris ist klein gegen der Themse Stadt. Ich bin so im geselligen Leben aufgenommen, so empfangen, es war zu viel; auch die grosse unerwartete Huldigung, das Erkennen dass meine Schriften sind so ins Volk hineingegangen, greifte mich an, ich war so nerveus dasz ich weinen konnte; aber weinen von Glck und Freude. Selbst die Lind konnte ich in Monathen nur drei Mal besuchen, ich erzhlte dass der gute Alexander von Bealieu lag krank in Heidelberg, die Lind erinnerte Ihrer sehr wohl, erinnerte des liebenswrdigen jungen Mannes "ohne Geige!" ich habe einen Gruss an Sie. Aus London ging ich nach Edinburg das ist eine Fahr! hundert deutsche Meilen fliegt man in einem Tag. Ich besuchte Stiling und Dumbarton, sahen Loch Katurin, Sie erinnern sich The Lady of the Lake, ging nach Loch Lomond, aber hier in Nebel und Einsamkeit fhlte ich mich so angegriffen wie voriges Jahr da wir beiden gingen im Schlossgarten zu Oldenburg, der Prinz Albert war so gndig gewesen und htte mich nach Loch Laggan eingeladen, aber ich konnte nicht lnger, ich musste zurckfahren, ich sahe weder Prinz noch Knigin, der libe Charles Dickens kam nach Sommergate nur um mich im Schiffe zu begleiten, ich habe ihm sehr lieb gewonnen; er ist eben so herzlich wie er geisterich ist. Man hat in London Jenny Linds und meine Bste gemacht, das sind zwei ausgezeichnete Arbeiten, die machen beide sehr Aufsehen. Mein Problem in Engeland ist ausserordentlich gross,ich sehe ich habe einen Wirkungskreis den ich nicht trumen durfte, jetzt muss ich auch etwas Gutes, etwas Tchtiges leisten, ich habe ein Gedrang, einen Gefhl davon, und eile nach Hause; so bald mein Ahaswerus kommt heraus sollen Sie ein Exemplar haben, es kann nicht lange dauern, und im Frhling rolle ich die Romane auf. Wenn Sie im Winter die Eletern sehen, so grssen Sie dann, ich habe keine Ruhe, es zieht mich nach Hauss.

Ich hoffe Sie wolllen bald genesen sein. Sie sind im Frhlingsjahre und da blht und glht das Leben! ich sehe mich Sie zu sehen, Sie zu sprechen, ich habe Sie so lieb! Grssen Sie alle Ihre junge Freunde diie auch die meienn sind, Sie haben ja geschrieben ich habe Freunde in dem schnen Heidelberg; sehen Sie Auerbach dann bringen Sie ihm mein Glckswunsch zur Hochzeit, aber sagen Sie ihm, er konnte doch einmal schreiben nach Kopenhagen, einmal wenn die Frau und die Mutter nicht zuhause sind, wenn er sich langweilt, so macht er etwas Gutes, er macht einer Seele Freude. Und nun lieber Alexander, ich gebe Ihnen meine Hand ber die Gebirge, ich glaube an Sie und Ihre Freundschaft.

Gott erhalte Sie.

Ihr Freund H. C. Andersen.

Tekst fra: H.C. Andersens Hus