The Hans Christian Andersen Center

Dato: Maj 1857
Fra: H.C. Andersen   Til: Clara Heinke
Sprog: dansk, tysk.

Wre ich doch im vorigen Sommer nicht unwohl gewesen und htte ich ber Breslau die Rckreise von Dresden machen knnen, dann wrde ich Sie froh und glcklich gesehen haben, und mit Ihnen den geliebten Vater, den ich hier nicht mehr sehen werden. Glauben Sie mir, wer von seiner Kindheit an einsam in der Welt steht, wie ich, der empfindet es oft und tief, wie schmerzlich es ist, in trben wie in heiteren Zeiten seine Eltern nicht zu haben. Als mein Vater starb, war ich ein Kind, doch steht klar vor mir, wie alles um mich und in mir leer war. Auch Sie wissen es nun, was eine soche Trennung ist, und fr Sie wird die Entbehrung schmerzlicher sein; denn ich war zu jung, um nicht bald auszuweinen. Die Trume ber miene Zukunft wirkten auch, und ich flog hinaus, doch werden Sie gewi in Ihrem Trbsal vernommen haben, was auch ich im reiferen Alter vernahm, so oft der Tod mir einen lieben Freund entri; ich bin mit dem Tode vertrauter geworden, der Glaube an die Unsterblichkeit ist mir eine Thatsache - mit den Verschiedenen kann ich im Geiste leben, das unbekannte Hchste steht mir nher, und ich sehne mich oft nach der neuen Heimat und dem Wiedersehen dort. Nicht wahr, Sie fhlen auch so? Sie vernehmen den Segen davon, welche gttliche Gabe es ist, da eben das Scheiden von unseren Lieben die Verbindungsbrcke mit dem Jenseits sichtbar macht. Der allgtige Gott wird Ihnen Kraft und Trost verleihen, mehr, als die Menschen es vermgen. Sagen Sie Ihrer Mutter und Ihren Geschwistern, wie innig ich an Ihrem Schicksal teil nehme, ob ich Sie gleich nicht gesehen habe, zhle ich Sie doch unter meine Freunde.

In diesem Winter war ich ein nachlssiger Correspondent, mehr als je, ich lebte nur in meinem neuen Buche ("Sein oder nicht Sein"), welches am 20. Mai erscheinen wird - dnisch, deutsch und englisch. Sie werden es gleich bekommen. Ich habe in diesem Buche, das hoffe ich, die volle Ueberzeugung meines Herzens ausgesprochen, da nur das Beste geschieht, da Gott und Untsterblichkeit Wahrheit ist, und was knnen wir dann nicht ertragen, wenn wir wissen, da wir bekommen, was uns frderlich ist. -

Ich kann erst nach der Herausgabe dieses Buches Kopenhagen verlassen, dann, wenn Gott will, gehe ich nach England, auf freundliche Einladung von Charles Dickens bei ihm und seiner Familie auf seinem Landsitze, zwischen Dover und London, wrde ich im Monat Juni eine gemtliche Heimat finden, und ich freue mich von Herzen darauf. Ich mu diese Reise erst machen, dann gehe ich schnell ber Paris nach Dresden, hoffentlich im Juli, von dort schreibe ich Ihnen zu, und wills Gott, komme ich nach Breslau, um Sie und die Ihren zu sehen - und ich hoffe dann auch zu sehen, da nach der schweren Prfung der Friede in Ihr Herz Eingang gefunden. Noch einmal Dank fr Ihren herzlichen Brief, und schreiben Sie mir bald, da Sie diesen empfangen haben.

Mit wahrer Teilnahme

Ihr ergebener

H. C. Andersen

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Tro mig - den, der som jeg har staaet ene i Verden fra Barndomsaarene, ved bedst, hvor dyb en Smerte det er, baade i bedrvede og glade Timer, at staa uden Forldre. Da min Fader dde, var jeg en Dreng, men det er dog levende i min Erindring, hvilken Tomhed jeg flte uden om mig og i min Sjl. Men min Ensomhed har gjort mig mere fortrolig med Dden og har styrket min Tro paa et Liv efter dette. I Aanden lever jeg sammen med dem, der har forladt mig, og jeg lnges ofte efter Gensynet med dem. Ikke sandt - saaledes fler De ogsaa nu ved det Tab, De har lidt? Ogsaa De fler, at Skilsmissen med de Mennesker, vi elsker, ligesom gr den Bro synlig, som forbinder Jordelivet med det Himmelske? Om kort Tid udkommer en ny Bog af mig, "At vre eller ikke vre"; heri udtaler jeg mit Hjertes inderste Overbevisning, at Gud kun lader det ske, der tjener os til Bedste, og at Uddeligheden er en Sandhed. Naar vi ejer denne Tro, hvad formaar vi saa ikke at bre af Sorg og Skuffelse?

Deres hengivne

H. C. Andersen.

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