The Hans Christian Andersen Center

Dato: 31. december 1860
Fra: H.C. Andersen   Til: Carolina, Lina von Eisendecher
Sprog: tysk.

Basns bei Skjelskjr Dnemark

31 Dec: 1860

Liebe theure Frau von Eisendecher.

Lange, lange habe ich daran gedacht an Sie zu schreiben! freudig hat mich auf Reisen Ihr lieber Brief berrascht und verdiente augenblichlich mit einem Dank Schreiben beantwortet zu werden, aber Ich war unwohl, verstimmt und - einmal aufgeschoben kamen immer neue Strungen, aber jetzt geht es nicht lnger, vor dem Ende des alten Jahres mu dieses Brieflein nach Frankfurth fliegen, meinen Dank fr Ihre Theilnahme und Freundschaft fr mich auszusprechen, meinen Glckwunsch zur die liebe, theure Freulein Gustave zu bringen; schon am Genfersee wo ich in Montreux diesen Sommer einige Wochen verweilte hrte ich von Fremden aus Bremen da das Freulein G sei Braut. Meine besten Wnsche fr Sie!

Ich ging im Mai aus Kopenhagen; es war meine Absicht den Sommer in der Schweitz zuzubringen, und dann in Rom und Neapel zu berwintern, aber die Bewegungen dort strten meine schnen Plne; in Spanien war die Cholera und Paris hat mich nie angesprochen, darum ging ich wieder nach Dnemark, wo ich am Ende November hinkam; jetzt bin ich auf Basns, ein Herrnhoff am Ufer der Ostsee; Weynachten ist schon vorber, Morgen fngt das Neujahr an und ich fliege nach Kopenhagen um recht fleiig zu sein; schon habe ich wieder neue Mrchen und Historien geschrieben. Im Frhjahr gehe ich, will es Gott, wieder hinaus und ber Frankfurth a/M; dann, hoffe ich, sehen wir uns! Gren Sie den theuren Herrn Gemal, die Tochter, und auch der einmal kleine Tuck jetzt, ich sehe es, der knftige Admiral Carl von Eisendecher. Erfreuen Sie mich einmal noch mit einem Briefe.

Ihr innig ergebener

H. C. Andersen

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Liebe theure Frau von Eisendecher!

Lange, lange habe ich daran gedacht an Sie zu schreiben! [overstr: innig] freudig hat mich auf Reisen Ihr lieber Brief berrascht und verdiente augenblichlich mit einem Dank Schreiben beantwortet zu werden, aber ich war unwohl, verstimmt und, einmal aufgeschoben kamen immer neue Strungen, aber jetzt geht es nicht lnger, vor dem Ende des alten Jahres mu dieses Brieflein nach Frankfurth fliegen, meinen Dank fr Ihre Theilnahme und Freundschaft fr mich aus zu sprechen, meinen Glckwunsch fr die liebe, theure Freulein Gustave zu bringen; schon am Genfersee, wo ich in Montreux diesen Sommer einige Wochen verweilte hrte ich von Fremden aus Bremen da das Freulein G v E sei Braut. Meine besten Wnsche fr Sie! - Ich ging im Mai aus Kopenhagen; es war meine Absicht den Sommer in der Schweitz zu [overstr: verweilen] zubringen, und dann [overstr: das Winter] in Rom und Neapel zu berwintern, aber die Bewegungen dort strten meine schnen Plne; in Spanien war die Cholera und Paris hat mich nie angesprochen, darum ging ich nach Copenhagen [overstr: wo ich da] wo ich [overstr: kam am] Ende November hinkam; jetzt bin ich auf Basns, ein Herrnhoff am Ufer der Ostsee; Weynachten ist vorber, morgen [overstr: rollt] fngt das [overstr: sie] Neujahr an und ich fliege wieder nach Kopenhagen um dort recht fleiig zu sein; im Frhjahr gehe ich, will es Gott, wieder hinaus und ber F. dann, hoffe ich, sehen wir uns! Gren Sie den theuren Herrn Gemal, die Tochter, und auch der einmal kleine Tuch. Jetzt, ich sehe es, der knftige Admiral Carl v. [overstr: leben Sie]

Erfreuen Sie mich einmal noch mit einem Briefe.

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13, 706-07)