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Du har sgt p: kjrlighed

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Dato: 16. august 1848
Fra: H.C. Andersen   Til: Carolina, Lina von Eisendecher
Sprog: dansk, tysk.

Kopenhagen 16 August 1848.

Liebe Frau von Eisendecher!

Nachdem ich Fhnen und Seeland durchgewandert, sitze ich wieder hier in Kopenhagen, zwar in dem usersten Theile der Stadt, wo ich aber ber das Meer hin, Aussicht nach der schwedischen Kste und die aus- und eingehenden Schiffe, vor den Augen habe. Hier endlich bekamm ich einen Brief von Ihnen; schon die Ausschrift erfreute mich, denn ich erkannte gleich einen Freund aus einem freundlichen Lande; einen friedlichen Freund, den ich lange nicht gesehen habe! - Wir sprechen nicht von der Politik, zumalich hoffe, da der Pulverdampf bald verschwinden und die Sonne wieder ber die Lnder scheinen wird. Eins mu ich doch berhren.

Sie sprachen von den schleswig-holsteinischen Krigesgefangenen und meinen, sie werden in einer aufrhrenden und gegen den Zeitgeist streitenden Weise hier behandelt. Es freut mich, Sie auf eine deutsche Zeitung hinweisen zu knnen, neulich die Leipziger illustrirte Zeitung, das letzte Nummer fr Juli, darin finden Sie einen von einem Deutschen geschriebenen Bericht ber die Behandlung der Gefangenen. Ich bitte Sie, lesen Sie diesen Bericht, ich lege es Ihnen aufs Herz; versprechen Sie mir das?

Die groen Schiffe, in welchen die Gefangenen wohnen, liegen in einem ruhigen Wasser, mit der Aussicht nach dem Sund; tglich gehen die Dampfschiffe da vorber, da ist Leben und Abwechselung, ich konnte mir keinen schnem Aufenthalt wnschen. Die Gefangenen haben tglich einige Stunden, in welchen sie auf die Kste spatzieren drfen, baden &; es War Ihnen sogar gestattet in die Stadt zu gehen, selbst ffentlichen Festlichkeiten beizuwohnen, aber sie haben davon Mibrauch gemacht; einige haben z. B. in einer Versamlung Schleswig-Holstein gesungen; da dies unklug ist und fr die ffentliche Ruhe nicht gedultet werden kan, wollen Sie einrumen. /

Aber die meisten deutschen Bltter geben so unwahre Nachrichten von Dnemark, und stellen fast Alles, was Dnisch ist, in eine so schlechte und falsche Beleuchtung, da jeder edle Deutsche, wenn er nur den richtigen Zusammenhang kannte darber erbittert werden wrde. Deutschland hat mir so viele Gte bewiesen; es sind so viele Menschen dort, welchen ich mit Dankbarkeit und Liebe angeschlossen habe. Und so leide ich in meinem Herzen unter diesem Krieg, ich leide als Dne bei diber Unzahl von Unwahrheiten in Betreff Dnemarks: Doch ich bin berzeugt, in kurzer Zeit wird Deutschland es selbst bemerken, denn die Wahrheit wird siegen. Im Volke und in der Armee sind Alle bei gutem Muth; das Land ist mit einer reichen Ernte gesegnet; selbst auf Dppel, wo die Kardtschen statt die Lerchen geflogen, stehen die reichen Aehren dicht vor den Schanzen. - Knftige Woche gehe ich dahin und nach Alsen; aber nach acht Tagen bin ich wieder in Kopenhagen. Einer von meinen Freunden war soeben auf Alsen und besuchte Dppel; er erzhlte mir wie alle Huser von Kugeln und Kardtschen gespaltet und durchlchert waren, und doch stand auf einem derselben der Symbol des Friedens, ein Storchennest mit der ganzen Storchenfamilie; Pulwer, Feuer und Rauch vermochten nicht die Aeltern von ihren Jungen, die noch nicht fliegen konnten, zu vertreiben.

In Fhnen, bei dem alten Excellense Moltke, in seinem Schlo, habe ich meine neuen Romane vollendet, dieser wird unter dem Titel: De to Baronesser, (die zwei Baroninnen) erst, und wie ich hoffe in September in Engeland in Druck erscheinen. Der Roman enthlt mehrere Comische Scenen; der Schlu athmet Frieden und Freude! Wird die Welt wohl glauben da dies in der Nhe des Kriegs-Schauplatzes geschrieben ist? Es waren wohl einige Tage, an welchen ich gar nicht arbeiten konnte, ber die Insel hrte ich d. Kanonen Donner, und ich wute es war eine Bataille. Ich war in Angst und Schmerz! -

In Kopenhagen merckt man so was nicht, Alles geht hier im guten alten Geleise, das Theater wird wieder geffnet. Fr Gla;ser (: den Komponisten von des Adlers Horst) habe ich einen Operntext geschrieben; die Musik ist bald fertig. Sie sehen, wie im Reiche der Kunst das Deutsche und Dnische neben einander gehen. Hauch hat soeben einen neuen Roman vollendet, die Scene ist Island. Oehlenschlger hat eine ars poetica geschrieben, und ich, wie gesagt: die zwei Baroninnen. Dieser Roman ist durchaus meine beste Arbeit. Der erste Theil spielt auf Fhnen und in Kopenhagen, der zweite in Schleswig, nahmentlich auf dem kleinen Insel Oland, einem Theil der Halliger, der letzte Theil wie der erste, alles in unserer Zeit bis auf 1844. Ich freue mich recht darauf da Sie das Buch in Ruhe und Frieden lesen knnen. Gre die lieben Kinder, sag dem kleinen Tuck, er soll ein englisches Buch von mir bekommen worinn seine und Gustawens Geschichte steht. -

Sagen Sie die Kinder wie ich sie lieb habe! - Sagen Sie d: theuren Gemal, dem ich in Gedanken die Hnde drcke, wie herzlich ich an ihn und s: Familie denke! - Es drckt mein Herz, wenn ich darann denke da ich sie Alle lange nicht, vielleicht nie, wiedersehen sollte! Ach wie vieles ist seit der Zeit wir bey einander waren geschehen, wie vieles wird nicht geschehen knnen. Der Krieg ist ein furchtbares Ungeheuer! -

Ich will nicht daran denken! Der Sommer ist so schn! Neulich ging ich, in Seeland, nach das Schlo Basns am groen Belt, eine so eben in alter Styl aufgefhrte Ritterburg, mit Thrmen und Brcken von Eisengu, das Innere aber mit allem Komfort der jetzigen Zeit eingerichtet; da wohnen zwei junge Eheleute! Da war ein Friede, eine Wald-Einsamkeit, ich dachte nicht an Krieg, an Feindseligkeit, wenn es bald wre in die Welt wie auf Basna:s! Wenn doch unsere nchsten Briefe ber Lnder fliegen wo der Frieden wohnt. -

Meinen herzlichsten Gru an Sr Excellentz von Beaulieus, Edmund oft in meinen Gedanken, sag ihm das; von Carl hre ich nie etwas. Nur von dem Erbgroherzog zu Weimar bekomme ich miqmter Briefe. Gren Sie Alexander wenn Sie schreiben, der gute Junge, er ist, Gott seyd gelobt, ruhig in Heidelberg! -

Schreiben Sie mir bald und sagen Sie mir wie Sie, Gemahl, Aeltern &c sich befinden. Und damit leben Sie wohl und glcklich!

Ihr innig ergebener

H. C. Andersen.

N.S.

Der Brief ist nur fr Sie und Ihr Hr Gemal

Tekst fra: Se tilknyttede bibliografiposter

Kjre Fru von Eisendecher!

Efter at have flakket om i Fyen og i Sjlland, sidder jeg nu roligere i et Hjrne af Kjbenhavn, men et Hjrne hvorfra jeg kan see udover Havet til den svenske Kyst, see Skibe komme og gaae, her fik jeg da endelig et Brev fra Dem; jeg blev allerede glad ved Udskriften thi i den saae jeg en Ven fra fjendtlig Land, en fredelig Ven jeg ikke lnge har seet! - Vi tale ikke om POitik, jeg haaber ogsaa at snart Krudtdampen forsvinder og Solen skinner igjen paa Landene; men eet maa jeg dog berre De tale om de Schlesvigholstenske Krigsfanger at Maaden de hos os behandles paa er oprrende og strider mod vor Tid. Det glder mig at kunne henvise Dem til et tydsk Blad, Leipziger illustrirte Zeitung, det sidste Nummer for Juli, deri finder De fra en Tydsker, en tro Beretning af Fangernes Behandling, og den beder jeg Dem lse, lov mig det, jeg plgger Dem det. De fangne havde Frihed til at gaae ud i Byen og paa Forlystelses Steder, men de have misbrugt denne Frihed, fEx Enkelte have paa offentligt Sted begyndt at synge: Schleswig Holstein og dette er dog mildest talt uklogt, og kan alene for Ro og Ordens Skyld i dette ieblik ikke tillades; men de fleste tydske Blade give saa usande Efterrretninger om Danmark, stille de fleste Ting i et falsk og slet Lys og enhver del Tydsker, der var vidende om det rigtige ville forbittres der over! - Tydskland har viist mig saa meget godt, der er saa mange Mennsker der, jeg med Taknemlighed og Kjrlighed hnger fast ved, saa jeg lider i mit Hjerte under denne Krig, lider som dansk ved at see den Masse af Usandheder der siges om os, jeg er forvisset om at Tydskland vil om ikke lnge, selv see det, thi Sandheden vil seire. I Folket og Armeen er godt / Mod! - Landet saaer med Korn og Velisgnelse. Theatrene aabns i disse Dage, alt gaaer i sin Givne Gang. Jeg har for Glser: den tydske Komponist til rnens Rede skrevet en Operatext, han har snart fuldendt den og tnker at have den paa Cenene her i October. Her seer de hvor fredeligt i Kunstens Rige, tydsk og danske her gaae med hinanden. - Min nye Roman: de to Baronesser er fuldendt paa dansk og paa engelsk, den engelske Udgave kommer alt ud i nste Maanded i London, den danske derimod frst til Julen. Dette er ungtelig min bedste Roman. _ Frste Deel bevger sig i Fyen og Kjbenhavn. Anden Deel i Schleswig, meest paa den lille Oland, der udgjr en Deel af Halligerne, sidste Deel i Kjbenhavn og Fyedn, det er i vor Tid, den slutter 1844, jeg glder mig til at De skal lse den og ret i Fred og Ro lse den; hils de kjre Brn, siig lille Tuck at han skal faae fra mig en engelsk Bog hvori hans og Gustaves Historie staaer!. Een af mine Venner var nylig paa Als og tog da over til Dypl, hvor alle Huse er med Revner og Huller med Kanonskud og Kardtscher, og dog stod endnu paa eet af Husene, Fredens Symbol, en Storkerede, med hele Storkefamilien; den strke Skyden, Ild og Rg havde ikke jaget Forldrene bort fra Ungerne, da de endnu ikke kunne flyve. Bring min hjerteligste Hilsen til Excellens Beaulieus. Denne er tidt i min Tanke, lad ham vide det! Fra Karl hrer jeg aldrig, /

[Langs kanten p 1. side:] Fange Skibene ligge i Ro med Udsigt til Sundet. Dampskibene gaae daglig flot forbi, det er Liv og Afvexling, jeg kunde ikke nske mig et smukkere Sted at boe paa. -

Tekst fra: Solveig Brunholm (microfilmscan 13, 717-18)